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Neues von Ryugu: Asteroiden-Lander MASCOT funktionierte länger als erwartet

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Die Oberfläche des Asteroiden Ryugu in einer Nahaufnahme. - Foto 1 © DLR MASCOT

Die Oberfläche des Asteroiden Ryugu in einer Nahaufnahme. – Foto 1 © DLR MASCOT

(doepfer) – Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR am Freitag mitteilte, hat Asteroiden-Lander MASCOT (der Name ist eine Abkürzung für „Mobile Asteroid Surface Scout“) hat seine Arbeit auf der Oberfläche des Asteroiden Ryugu erfolgreich abgeschlossen. Und nachdem er am Mittwoch um 21:04 Uhr MESZ die Kommunikation mit der Muttersonde Hayabusa2 beendete, hat er sogar eine Stunde länger als geplant forschen können.

MASCOT währene der LAndung auf Ryugu. - Fotos © JAXA

MASCOT währene der Landung auf Ryugu. – Fotos © JAXA

Zudem habe MASCOT die Datenverbindung zu dem Orbiter optimal nutzen können und eine Flut von DAten übermittelt, die in den kommenden Tagen zur Erde gesendet werden, damit sie ausgewertet werden können. Dazu gehören nach DLR-Angaben auch 120 Fotos, die aber noch nicht veröffentlicht wurden; bisher sind von der MASCOT Bordkamera nur drei Fotos veröffentlicht worden.

Die Oberfläche des Asteroiden Ryugu in einer Nahaufnahme. - Foto 2 © DLR MASCOT

Die Oberfläche des Asteroiden Ryugu in einer Nahaufnahme. – Foto 2 © DLR MASCOT

MASCOT war Mittwoch früh von der japanischen Sonde Hayabusa2 abgekoppelt worden, langsam auf den Weg zum Asteroiden Ryugu geschickt worden und dann dort gelandet (wir berichteten). Nach der Landung befand sich die Sonde in einer ungünstigen Lage. Daraufhin führte MASCOT mit HIlfe eines Schwungarms einen kleinen Hüpfer aus, wonach sich die Sonde dann in einer günstigen Position gelegen habe und mit allen Instrumenten einen vollen Tag-und-Nacht-Zyklus auf dem Asteroiden begleiten konnte, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bekannt gab.

Der Asteroid Ryugu aufgenommen von MASCOT. - Foto © DLR MASCOT

Der Asteroid Ryugu (die linke Aufnahme stammt vom Lander Minerva II, die rechte von MASCOT). – Foto © DLR MASCOT

Kurz vor dem Abschluss der Mission ließ die DLR ihre Forschungssonde demnach noch einen weiteren, diesmal größeren Hüpfer durchführen und man konnte so ein weiteres Areal erforschen. Da ein Tag auf Ryuyu nur etwa sieben Stundne dauert, vergingen nach Angaben der Wissenschaftler während der gesamten Analyse drei Tage und zwei Nächte auf dem nur rund 950 Meter großen erdnahen Asteroiden.

So sieht es auf Asteroid Ryugu aus. - Foto © JAXA

So sieht es auf Asteroid Ryugu aus. – Foto © JAXA

Dies gelang auf, weil man Strom sparen konnte, als man bereits nach vier Stunden das Magnetometer abschaltete, das bis dahin nicht nur die Separation von Hayabusa 2 detailliert analysieren konnte sondern auch die Möglichkeit prüfte, ob Ryugu ein Magnetfeld hat.

Oberflächendetails des Asteroiden Ryugu. – Foto © JAXA DLR

Oberflächendetails des Asteroiden Ryugu. – Foto © JAXA DLR

Dazu reichten die vier Stunden aus, wie Karl-Heinz Glaßmeier, der wissenschaftliche Leiter des Magnetometers von der Universität Braunschweig bekannt gab. Glücklich sagte er. „Wir haben große Mengen an Daten zusammenbekommen und noch Energie für die Mission sparen können.“

Hintergrund: Der Asteroid Ryugu ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt und umkreist die Sonne, Von der Erde ist er rund 300 Millionen Kilometer entfernt und schneidet als erdnaher Asteroiden gelegentlich die Erdbahn um die Sonne. Ryugu ist rundlich, hat einen Durchmesser von etwa 950 Metern und könnte möglicherweise Wasser enthalten, was ein Beleg dafür sein kann, dass Wasser einst auch durch Asteroideneinschläge auf unseren Planeten gekommen ist.

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