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„Quo vadis NORDLICHT (1)“ – Gedanken zur Zukunft der Stadtteilzeitung

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Rainer Sauer war Ortsteilbürgermeister-Kandidat für Jena-Nord und ist Mitglied des Ortsteilrates. Seit dem 1. Juni 2019 berichtet er regelmäßig hier und bei Radio Jena aus dem OTR und macht sich Gedanken um seinen Stadtteil. Er schreibt:

Seit über einem Jahrzehnt erscheint unter der Leitung von Frau Heike Eisenhauer „DAS NORDLICHT“ als Stadtteilzeitschrift für Jena-Nord in einer Auflage von 8.300 Stück, wobei die Bezeichnung „Stadtteilzeitschrift“ nicht ganz zutreffend ist, denn sie ist bisher nicht im gesamten Bereich unseres Ortsteils verfügbar, wird dagegen aber auch in Löbstedt oder Zwätzen verteilt.

„DAS NORDLICHT“ ist kostenlos und „lebt“ von den Zuwendungen des Ortsteilrates und von Anzeigenkunden. Als Printmedium ist es in der Digitalen Gesellschaft des Jahres 2019 nicht mehr ganz zeitgemäß, wirkt ein wenig von ihr überholt und bedarf deshalb einer grundsätzlichen Überarbeitung – eine Evaluation (sprich: eine sach- und fachgerechte Untersuchung und Bewertung) der Akzeptanz in der Bevölkerung gab es bisher nicht. Dies werde ich im Ortsteilrat jedoch anschieben, damit „DAS NORDLICHT“ ab 2020 so gut als irgend möglich erscheinen kann.

8.300 Stück Auflage sind schon sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass Jena-Nord knapp 14.000 EinwohnerInnen hat und die Anzahl der Haushalte bei rund der Hälfte liegen dürfte. Verteilt werden darf „DAS NORDLICHT“ zudem nicht in jeden Briefkasten, denn dort wo „Bitte keine Werbung einwerfen“ gehört unser mit Werbeartikeln und Anzeigen üppig gefülltes Stadtteilblatt aus Respekt vor dem Bürgerwillen im Grunde nicht eingeworfen.

Einige Hefte der Stadtteizeitschrift Das Nordlicht. – Abbildung © MediaPool Jena

Also darf man durchaus fragen: Wie kann man „DAS NORDLICHT“ zeitgemäßer und vor allem für die Jugend attraktiver machen und zugleich dafür sorgen, dass es endlich überall in Jena-Nord verfügbar ist. Hierzu habe ich den Mitgliedern des alten Ortsteils bereits Vorschläge zur Optimierung des Vertriebs unterbreitet, die ich hiermit nochmals verdichtend darstellen möchte.

– Um wirklich alle Bereiche von Jena-Nord zu erreichen, sollte die Verteilung so erfolgen, dass im dreimonatlichen Wechsel auch der östlichste Bereich unseres Ortsteils in die Verteilung mit einbezogen wird, dafür quartalsweise ein Teil des Kernbereichs von Nord I und II ausgespart wird. Dies würde eine Verteilung darstellen, die allen Bürgern im Norden Jenas sozusagen gerechter gerecht werden würde.

– Sofern der Ortsteilrat dies wünscht, könnte man sich meinem Wunsch anschließen, „DAS NORDLICHT“ auch auf einer eigenen Facebook-Seite vorzuhalten, damit es sich durch das Teilen der einzelnen Facebook-User schnell viral verbreiten lässt.

– Inhaltlich könnte / sollte / müsste sich „DAS NORDLICHT“ z.B. an der „Stadtteilzeitung Winzerla“ oder der „Stadtteilzeitung Lobeda“ orientieren, denn eine quartalsweise Erscheinungswiese mag noch vor einem Jahrzehnt Sinn gemacht haben, ist aber heutzutage für „DAS NORDLICHT“ nicht mehr zeitgemäß. In ein- oder zweimonatlichem Abstand informiert man Bürger z.B. intensiver über anstehende Baumaßnahmen im Ortsteil oder deren Fortgang. Dies muss keine Mehrkostenverursachen, wenn man etwa eine Formatänderung vornimmt oder den Seitenumfang verringert.

– Da Jena-Nord (anders als Neulobeda und Winzerla) nicht vom Bund, vom Freistaat Thüringen und der Stadt Jena gefördert wird, müssen Alternativwege einer Finanzierung des „NORDLICHTS“ gefunden werden, wie z.B. die Gründung eines gemeinnützigen Fördervereins oder die Einbindung in Schulprojekte. Dies ist umso notwendiger, da für Einnahmen aus Anzeigenwerbung aufgrund der Änderung des Umsatzsteuergesetzes ab 2019 wahrscheinlich auch im kommunalen Bereich 19 % Mehrwertsteuer abzuführen sind.

[…wird fortgesetzt…]

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