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Erasmusprogramm der Europäischen Union am Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum Jena-Göschwitz

Schlüler des SBSZ Göschwitz besuchen Schweden. - Foto privat

Schlüler des SBSZ Göschwitz besuchen Schweden. – Foto: privat

(Stadt Jena) – Das Erasmusprogramm der Europäischen Union macht ein Austauschprogramm für sechs Lehrlinge am SBSZ in Göschwitz möglich. Derzeit findet ein Austausch mit dem Partnerland Schweden statt. Die Jenaer Teilnehmer befinden sich dazu in der 2000 km entfernten nordschwedischen Stadt Boden. Ziel des Austausches ist das Arbeiten am anderen Ort um neue Regionen und andere Menschen mit einer anderen Kultur kennenzulernen.

Durch die Arbeit in verschiedenen Betrieben – es sind jeweils Paare von Elektrikern, Zerspanern, Kfz-Mechanikern, Industriemechanikern und Mechatronikern mitgereist – erfahren die Jugendlichen viel über das Arbeitssystem, die Arbeitsweise und die Arbeitsbedingungen in dieser traumhaft verschneiten Region unseres Kontinentes. Das dortige Björknäsgymnasiet kümmert sich intensiv um die Gäste aus den „Warmländern“. Neben einem Eintagesbesuch in Stockholm gab es eine Polarkreistaufe, man war auf Du und Du mit Elchen und Rentieren, es wurde mit dem Snowscooter durch die verschneite Landschaft gedüst, man war Eisbaden, sah Polarlichter, fuhr Ski oder Schlittschuh auf der zugefrorenen Ostsee, lernte viel Neues im Teknikes Hus der Universität Lulea, besuchte das Weltkulturerbe Gammelstad, das Treehotel in Harads und feuerte das Lulea-Team in der schwedischen Hockeyliga an.

Eineinhalb Wochen sind für die Schüler bereits vergangen und derselbe Zeitraum steht nun nochmals für weitere Erlebnisse und dem Erlernen von neuen Kenntnissen in der Region Lappland zur Verfügung. Dazu sind von den mitgereisten drei deutschen Lehrern sowie ihren schwedischen Kollegen weitere Highlights geplant. Ende Februar werden dann die schwedischen Schüler für 14 Tage am SBSZ Göschwitz verweilen und ihrerseits Erfahrung in der Lichtstadt Jena sammeln.


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„Wie weiter?“ – Ex-MP Bodo Ramelow ist am Aschermittwoch zu Gast in Jena und spricht Klartext

Thüringens MP Bodo Ramelow - Bildrechte Freistaat Thüringen

Thüringens Ex-MP Bodo Ramelow – Bildrechte: Freistaat Thüringen

(red + Content der Partei DIE LINKE) – Die Linkspartei in Jena lädt morgen ab 19:45 Uhr recht herzlich alle Bürger*innen und Einwohner*innen unserer Stadt zu einem Bürger*innendialog ins Volksbad nach Jena ein.

Die letzten Monate in der Thüringer Landespolitik hätten dunkle Schatten auf die Demokrat*innen unseres Bundeslandes geworfen, meint DIE LINKE. Viele Bürger*innen hätten nach den Ereignissen der vergangenen Wochen Fragen und Sorgen. Aber es bestehe Hoffnung, denn DIE LINKE möchte Thüringen so schnell wie möglich wieder handlungs- und regierungsfähig machen.

Gemeinsam mit den beiden Jenaer Landtagsabgeordnet*innen Torsten Wolf und Dr. Gudrun Lukin konnte DIE LINKE. KV Jena den früheren Ministerpräsidenten Herrn Bodo Ramelow für eine Diskussionsveranstaltung gewinnen, zu der alle Interessent*innen recht herzlich eingeladen sind.

Wann? – Mittwoch, der 26. Februar um 20:00 Uhr, Einlass ist bereits um 19:45 Uhr /// Wo? – Volksbad in Jena, Knebelstraße /// Eintritt? – Der Eintritt ist selbstverständlich frei!


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Bahnhof Göschwitz: Monatelange Beeinträchtigungen für den guten Zweck

(red + Content der Deutschen Bahn AG) – Bahnreisende müssen sich ab heute am Bahnhof Jena-Göschwitz auf monatelange Bauarbeiten einstellen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, werden die Bahnsteige 1 bis 3 auf der Westseite des Bahnhofs erneuert und in den kommenden Wochen so umgebaut, dass Fahrgäste bequem und ohne Stufe in die Züge steigen könnten.

Die Deutsche Bahn kündigte außerdem weitere Verbesserungen an. So werde ein neuer Wetterschutz gebaut, Fahrplan- und Aushangvitrinen ausgetauscht, Sitzgelegenheiten, Mülleimer sowie eine neue Beleuchtung für die Plattformen errichtet. Gebaut werde in mehreren Abschnitten, wie es in einer Pressemitteilung hieß.

Im Dezember 2020 sollen die Arbeiten mit der Fertigstellung eines neuen Fußwegs nördlich des Bahnhofsgebäudes enden. Die Deutsche Bahn, der Bund und der Freistaat Thüringen investieren in das Areal in Jena-Göschwitz insgesamt 4,4 Millionen Euro. Mit dem heute begonnenen Neubau der Plattformen 1 bis 3 verschwinden in unserer Stadt die letzten noch aus der Reichsbahnzeit stammenden Bahnsteige, so die Bahn heute.


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S3-Leitlinie zur Sepsis bündelt erstmals auf dem höchsten methodischen Niveau das gesamte medizinische Wissen zur Behandlung

Empfehlungen zur Sepsis-Behandlung sind jetzt erstmals als S3-Leitlinie veröffentlicht worden. Foto UKJ Anna Schroll

Empfehlungen zur Sepsis-Behandlung sind jetzt erstmals als S3-Leitlinie veröffentlicht worden. Foto: UKJ Anna Schroll

(vdG/UKJ) – Wie soll ein Sepsispatient künstlich beatmet und gelagert werden, welches Nierenersatzverfahren sollte bei akutem Nierenversagen angewandt werden, wie sollten Patienten mit schwerem septischen Schock ernährt werden – bei diesen Entscheidungen helfen Leitlinien dem behandelnden Arzt.

„Leitlinien sind keine juristisch verbindlichen Richtlinien oder Universalrezepte“, stellt Prof. Dr. Frank M. Brunkhorst klar, „sie sind Handlungs- und Behandlungsempfehlungen auf dem Stand des aktuellen Wissens, letztlich aber muss der Arzt immer anhand der individuellen Situation des Patienten entscheiden.“ Frank Brunkhorst hat die Professur für Klinische Sepsisforschung am Universitätsklinikum Jena inne und leitet hier das Zentrum für Klinische Studien. Als Generalsekretär der Deutschen Sepsis-Gesellschaft leitete er die dreijährige Erarbeitung der Sepsis-Leitlinie, an der insgesamt 14 wissenschaftlich-medizinische Fachorganisationen und mit der Sepsis-Hilfe auch eine Patientenvereinigung beteiligt waren.

Das Integrierte Forschungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen am UKJ. - Symbolfoto © UKJ Szabo

Das Integrierte Forschungszentrum für Sepsis und Sepsisfolgen am UKJ. – Symbolfoto © UKJ Szabo

Die Grundlage bildeten die internationalen Behandlungsrichtlinien der „Surviving Sepsis Campaign“, die 2017 veröffentlicht wurden. Das 34-köpfige Leitlinienteam hat deren Gliederung übernommen und um Kapitel zur Definition der Sepsis, Prävention, Impfungen und Spätfolgen ergänzt. Mittels systematischer Aktualisierungsrecherchen und Literaturbewertungen wurden auch in der Zwischenzeit erzielte neue Studienergebnisse und publizierte Daten in die Empfehlungen einbezogen. Je nach der Qualität der Studiendaten und der Einigkeit unter den Experten sind die über 100 Empfehlungen abgestuft formuliert. „Die Bewertung der Studien und die Konsensfindung der Experten erfolgten standardisiert, das macht die hohe methodische Qualität der Leitlinie aus“, so Brunkhorst.

Hintergrund: Sepsis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die durch eine fehlgesteuerte Antwort des Körpers auf Infektionen hervorgerufen wird. Auslöser können Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze sein. Am häufigsten betrifft eine Sepsis ältere Menschen über 65 Jahre und Kinder unter einem Jahr. Ein besonderes Risiko besteht aber auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie Diabetes, Lungen- oder Nierenerkrankungen, Krebs oder einem geschwächten Immunsystem.

Sepsis ist noch immer eine häufige Komplikation von Infektionen, mit einer geschätzten Häufigkeit von 50 Millionen Fällen pro Jahr weltweit. In europäischen Ländern ist die Erkrankung eine der Haupt-Todesursachen im Krankenhaus und geht mit einer Sterblichkeit von 30-40% einher. Durch die Verfügbarkeit von Antibiotika und leistungsfähigen Intensivstationen konnte die Sepsis-bezogene Sterblichkeit deutlich gesenkt werden. Die Einführung von Therapien, die auf das Immunsystem gerichtet sind, könnte die Überlebens- und Heilungschancen für Betroffene weiter verbessern.


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Hohe Sachschäden durch Vandalismus in Universitätsgebäuden

Das Wappenemblem der Thueringer Polizei - Abbildung © MediaPool Jena

(red + Content des LPI Jena Newsroom) – in der Nacht von Samstag, den 22.02.2020, zum Sonntag drangen derzeit noch unbekannte Täter gleich zweimal in Gebäude der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein und verursachten dort große Sachschäden.

So wurde in Räumen am Campus ein hochwertiges Rednerpult zum Teil zerstört und Stühle mit verschiedenen Schriftzügen bzw. Grafittos verunstaltet. Zudem erntleerten die Täter in Räumem im Dachgeschoss des Historischen Institutes einen Feuerlöscher. Im Zusamenhang mit dem Vandalismus bittet die LPI Jena um Mithilfe und ruft Zeugen auf, die etwas Auffälliges beobachtet haben, sich an die Polizei in Jena unter Telefon 03641 810 zu wenden.


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Hunderte „Bürger für ein freiheitliches und demokratisches Thüringen“ demonstrierten gestern in Erfurt gegen eine Wiederwahl von Bodo Ramelow

(red)  – Gestern Nachmittag fand in Erfurt die erste Demonstration des neu gegründeten Bündnisses „Bürger für Thüringen“ statt. Die Veranstaltung richtete sich gegen die geplante Wahl des ehemaligen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zum Regierungschef im Freistaat.

Etwas mehr als 200 Demonstranten hatten sich unter dem Motto „Für ein freiheitliches und demokratisches Thüringen“ auf dem Erfurter Anger versammelt. Hierbei wiesen Redner wie der heute parteilose frühere Sozialdemokrat Stefan Sandmann und Clarsen Ratz, früher CDU- und jetzt FDP-Mitglied, darauf hin, die Partei DIE LINKE gehöre von ihren Absichten und Ansichten her ebenso wenig zur bürgerlichen, demokratischen Mitte wie die Alternative für Deutschand. Beide Parteien würden im Gegenteil derzeit ihren Teil dazu beitragen, dass die Mitte der Gesellschaft Thüringens von den politischen Rändern erdrückt werde.

Kundgebung Bürger für Thüringen Teaser 22.02.2020

Harsch kritisiert wurde auch, dass LINKE, SPD und Grüne am Freitag einen Deal mit der CDU ausgehandelt hätten, um gmeinsam die, nach der Wahl des FDP-Vorsitzenden Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten sowie dessen erzwungenem Rücktritt eingetretene, Regierungskrise in Thüringen zu beenden.

„Mit SED-Nachfolgern darf man keine Geschäfte machen“, rief Sandmann den Demonstranten zu und Marco Fischer sagte: „Wir brauchen keine Neuwahlen, denn die Bürger haben ihre Meinung zur Landtagswahl klar geäußert.“ Die Lösung sei eine mehrheitsfähige Ministerpräsidentenwahl mit dem Ziel eine Minderheits- oder Expertenregierung zu bilden, die Projekte und Beschlüsse auf den Weg bringen könne. „Hierzu braucht man keine Koalitionen“ erklärte Fischer und gab bekannt, dass er aufgrund der jüngsten Entwicklung bei der Landes-CDU am Samstagmorgen nach 15 Jahren aus der Partei ausgetreten sei.

Ratz betonte, zu einer Wahl Ramelows „kann es nur ein klares Nein geben.“ Es sei keine Frage, so Clarsen Ratz weiter, dass sich freie Bürger weder von rechts noch von links vereinnahmen lassen. Allerdings habe die Mitte der Bevölkerung derzeit „Angst, auf die Straße zu gehen und Gesicht zu zeigen.“ Dass sich Thomas Kemmerich als bürgerlicher Kandidat schon kurz nach der Amtsübernahme gezwungen sah, aufgrund von Druck aus Berlin zurückzutreten, das halte er für bedenklich, erklärte Marco Fischer.


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Mars-Report 15: Fehler im Bordcomputer behoben – Nach wochenlangem Stillstand bewegt sich der Mars-Rover Curiosity wieder

DAs jüngste Foto, das Curiosity auf dem Mars aufgenommen hat, stammt vom und zeigt, wie er weiter den Zentralberg des Gale-Kraters erklimmt. -

Das jüngste Foto, das Curiosity auf dem Mars aufgenommen hat, stammt von Mitte Fabruar 2020 und zeigt, wie er weiter den Zentralberg des Gale-Kraters erklimmt. – Image: NASA/JPL-Caltech

(Bernhard Doepfer) – Ein erneuter Softwarefehler ließ den Curiosity Rover der NASA wochenlang regungslos auf den roten Planeten verharren und zwang die Wissenschaftler dazu, zuerst den Grund für den Stillstand und anschließend eine optimale Lösung zu finden, damit der Roboter seine Erforschung des Mars fortsetzen konnte. Seit Mitte 2012 ist der kleinwagen-große Rover mit seinen sechs Rädern auf dem erdnahen Planeten im Einsatz und führt mit Hilfe seines Labors eine Reihe von Tests durch, die er mithilfe seiner Werkzeuge wie Bohrer und Roboterarm vorbereitet.

Im Grunde war es eine Kleinigkeit, die den abrupten Stopp verursachte: damit Roboterarm und Bohrwerkzeug nicht unabsichtlch beschädigt werden, schaltet sich Curiosity vosorglich ab, wenn widersprüchliche Daten ihrer Bewegungen eingehen. So auch dieses Mal. Ein einfachens Problem, so dachte man, doch erst Ende Januar 2020 fand die NASA die Ursache für die Bewegungsanomalien: der Rover „vergaß“ seine Stopp-Routine und aufgrund weiter widersprüchlicher Daten löste die NASA selbst den Sicherheitsmodus aus, bei dem der Rover jede Bewegung – so auch die der Räder –  vollständig einstellt.

Falschfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. -

Falschfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. – Image: NASA/JPL-Caltech

Laut Dawn Sumner, einer Planetengeologin an der University of California und zugleich eine der am Curiosity-Projekt beteiligten Wissenschaftler, ist das größte Problem, dass, sobald die Daten eingehen – die Funkwellen, die die Informationen zur Bodenstation senden, brauchen für die Strecke vom Mars zur Erde etwa 14 Minuten – die zu analysierende Situation bereits eine weitere knappe Viertelstunde angedauert hat. Geht der Befehl von der Erde an den Mars-Rover zum sofortigen Stopp aller Aufgaben, dauert es noch einmal 14 Minuten bis er schließlich innehält. Genug Zeit, dass er im schlimmsten Fall für immer bewegungsunfähig bleibt.

Natürlich sendete Curiosity auch nach seinem Stillstand weiterhin Informationen zur Erde zurück, nur bewegte er sich eben nicht mehr. „Die Ingenieure des Teams mussten dann erst einmal einen Plan erstellen, um herauszufinden, weshalb der Rover nicht bereits aufgrund seines eigenen Bordprogramms innegehalten hatte. Wir mussten unbedingt erfahren, was passiert war“, berichtete Sumner. „Noch immer kennt man nicht den vollständigen Grund für die Fehlfunktion, konnte aber das fehlerhafte Computerprogramm für die Stopp-Funktion komplett wiederaufspielen“, sagte sie. „Trotzdem möchten wir natürlich wissen, ob wir etwas tun können, um ein ähnliches Problem in Zukunft zu verhindern.“

Echtfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. -

Echtfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. – Image: NASA/JPL-Caltech

Durch die Neuaufspieleung der Software konnte das Problem behoben werden. Der Atmosphärenforscher Scott Guzewich vom Goddard Space Flight Center der NASA bestätigte letzte Woche, dass das Update wie geplant verlief und der Rover seine Aktivitäten wieder aufnehmen konnte. Für die Zukunft bestehe die berechtigte Hoffnung, dass sich der Rover im Fall der Fälle stets automatisch abschalten werde, anstatt dass man von der Ferne eingreifen müsse, erklärte Guzewich.


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„2700 Jahre altes Heiligtum“: Monumentalbau im äthiopischen Hochland entdeckt – Erforschung erfolgt u.a. durch Jenaer Epigrafiker

Das moderne Klosterareal in Yeha mit dem antiken Großen Tempel. - Foto Deutsches Archäologisches Institut

Das moderne Klosterareal in Yeha mit dem antiken Großen Tempel (rechts). – Foto: Deutsches Archäologisches Institut

(Nicole Kehrer / DAI) – Bei jüngsten Ausgrabungen im heutigen Kirchengelände des Fundplatzes Yeha im äthiopischen Hochland wurden die Reste eines weiteren 2700 Jahre alten Heiligtums freigelegt. Das religiöse Zentrum dieses Ortes lag bereits in der Antike auf einer zentralen Erhebung und zeugt von der Jahrtausende alten Kultkontinuität.

Der Fundort Yeha liegt im nördlichen Hochland Äthiopiens in der Provinz Tigray und bildete in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. das politische und religiöse Zentrum einer der bedeutendsten komplexen Gesellschaften südlich der Sahelzone. Die Entstehung dieser Kultur hängt unmittelbar mit der Migration sabäischer Bevölkerungsgruppen aus dem heutigen Jemen zum nördlichen Horn von Afrika zusammen. Ein äthiopisch‐deutsches Kooperationsprojekt, an dem auch der Jenaer Epigrafiker Prof. Dr. Norbert Nebes beteiligt ist, untersucht die kulturellen Kontakte zwischen den eingewanderten Sabäern und der ansässigen Bevölkerung. Im Vordergrund steht die Erforschung des Prozesses der Interaktion dieser beiden Kulturen. So fallen neben indigenen Merkmalen insbesondere die südarabischen Einflüsse auf, die sich in der Kunst, der Repräsentationsarchitektur aber auch in Schrift, Sprache, Religion und der gesellschaftlicher Organisation widerspiegeln.

Blick in die Grabung vom November 2019. - Foto Irmgard Wagner

Blick in die Grabung vom November 2019. – Foto: Irmgard Wagner

Die monumentalen öffentlichen Bauwerke konzentrieren sich in der unbefestigten Siedlung Yeha auf das heutige Kirchengelände und seine unmittelbare Umgebung. Neben dem „Großen Tempel“, einem in den letzten Jahren erforschten und restaurierten Heiligtum des höchsten sabäischen Gottes Almaqah, zählen zu diesen Monumentalbauten weiterhin ein etwa 60 m x 60 m großer mehrgeschossiger Palast sowie mehrere bisher nur in Ansätzen untersuchte Repräsentationsbauten. Mit den jüngsten Ausgrabungen kann nun ein weiterer Tempel mit 1,40 m starken Außenmauern sowie einer Pfeilerhalle im Inneren des Gebäudes rekonstruiert werden, auch wenn bislang nur wenige Reste freigelegt wurden. Typisch für eine südarabische Bauweise sind die gestufte Anordnung der Quaderlagen der Außenmauer sowie der mörtel‐ und dübellose Versatz der Steine. Identisch mit der südarabischen Steinmetztechnik ist zudem die Gestaltung der Quadersichtflächen mit geglättetem Rand und aufgerauter Mittelfläche.

Anhand dieser Details lässt sich das Gebäude in das 7. Jahrhundert v. Chr. datierten und entstand damit etwa zeitgleich mit dem Großen Tempel. Pfeilerhallen, die die mehrschiffigen Innenräume der Tempel gliedern, sind für südarabische Sakralbauten im heutigen Jemen bekannt. Mit den sabäischen Einwanderern fand dieser Bautyp Eingang in die architektonische Gestaltung der Heiligtümer von Yeha.

Mit dem neuen Sakralbau wird die herausragende religiöse Bedeutung unterstrichen, die der Fundplatz Yeha in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. in dieser Region besaß. Die Arbeiten in Yeha werden von der Orient‐Abteilung des DAI gemeinsam mit der Friedrich-Schiller‐Universität Jena durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Langfristvorhaben gefördert.


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„Stabilitätsmechanismus“: CDU hilft Ramelow, wieder MP zu werden und sorgt dafür, dass Rot-Rot-Grün zukünftig stets eine Mehrheit hat – Neuwahlen sind für April 2021 geplant

Thüringens MP Bodo Ramelow - Bildrechte Freistaat Thüringen

Thüringens Ex-MP Bodo Ramelow – Bildrechte: Freistaat Thüringen

(red) – Den Worten des abgewählten Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (LINKE) nach, haben seine Partei, die SPD, Bündnis’90/Grüne und die CDU gestern Abend endlich einen Ausweg aus der Thüringer Regierungskrise gefunden.

Die Parteien hätten sich darüber verständigt, ihn in zehn Tagen erneut zum Ministerpräsidenten zu wählen, sagte Ramelow gestern Abend vor der Presse. Sobald er am 4. März 2020 wieder in Amt und Würden sei, wolle er eine Minderheitsregierung bilden, die bis zu einer Neuwahl des Landtags den Freistaat regieren solle. Hierzu seien bei Abstimmungen die Stimmen von Rot-Rot-Grün sowie von Teilen der CDU notwendig, um Gesetze und Entscheidungen auf den Weg zu bringen. Hierauf habe man sich verständigt, erklärte der Politiker. Die Neuwahl des Parlaments solle am 25. April 2021 erfolgen.

Zudem hätte man sich mit der CDU auf eine Art „Stabilitätsmechanismus“, geeinigt, berichtete Bodo Ramelow. Zu diesem gehöre es, dass die AfD in keinem Fall zum Mehrheitsbeschaffer im Thüringer Landtag werden könne. Es sei gut, dass sich die CDU hier einsichtig gezeigt habe und in Zukunft stets Rot-Rot-Grün mit ihren Stimmen unterstützen werde, sagte er.


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Gestern startete in Burgau die 16. Ausgabe der Messe „JENA – Bauen – Wohnen – Energie“

Impressionen von der Messe „JENA – Bauen-Wohnen-Energie“. – Symbolfoto © MediaPool Jena

(MesseKonzept Thüringen) – Pünktlich vor Beginn der neuen Bausaison startete am gestrigen Freitag die traditionelle Messe „JENA – Bauen-Wohnen – Energie“. Zum insgesamt 16. Mal präsentiert die Messe alles rund ums Haus, in den bewährten Themenbereichen. Diese werden wieder ergänzt durch die Sonderschau „Wohn(T)räume“, die trendige Gestaltungs- und Einrichtungsideen vermittelt. Wie im letzten Jahr wird auch 2020 auf ca. 500 m² das Thema GRILLEN & BBQ mit einem umfassenden, repräsentativen Angebot aller marktbestimmenden und qualitativ hochwertigen Marken und Herstellern präsentiert. Die Messe „JENA 2020 – Bauen-Wohnen-Energie“ endet am Sonntagnachmittag.

Die Messe JENA hat sich seit Jahren als Thüringens größte themenorientierte Leistungsschau des Bauhandwerks weit über Thüringen hinaus einen Namen gemacht. Rund 300 Aussteller, vorwiegend aus Thüringen, aber auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfahlen, Schleswig-Holstein und auch internationale Aussteller z.B. aus Österreich präsentieren auf der Jenaer Messe eine umfassende Produktvielfalt und geben wichtige Impulse für das Bauen in der ostthüringischen Region.

Zum Angebotsspektrum der Messe gehören neben den Themen Hausbau- und Umbau, Haustechnik, energieeffizientes Heizen, Nutzung regenerativer Energien und deren Fördermöglichkeiten auch Neues aus den Bereichen Wohnen, Küche und Bad. Die Ausstellungsangebote umschließen die Themen zukunftsorientiertes Bauen, Sanieren, behagliches und gesundes Wohnen, Nutzung und Speicherung regenerativer Energien, schonender Umgang mit Ressourcen sowie in diese Themen hineinreichende Möglichkeiten zum Geld sparen und anlegen. Innovative Techniken werden z.B. in den Bereichen Energieerzeugung, -Nutzung und -Speicherung vorgestellt.

Stark nachgefragte Thema wie Smart-Home in den Bereichen Gebäudeautomatisierung, Gebäudesteuerung, Einbruchschutz und Gebäudesicherung sind ebenso vertreten wie das Bauherrenforum mit faktenorientierten Vorträgen vor allem zu den Themen Einbruchschutz, Stromspeicher, Energiesparen, Baubegleitung, Finanzierung und Kleinkläranlagen. Hinzu kommt ein unterhaltsames und attraktives Rahmenprogramm. Zahlreiche Kochshows, Grillvorführungen und Attraktionen für Jung und Alt rundet das Begleitprogramm der Messe ab.

Mehr Informationen findet man HIER.