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Vor 20 Jahren gab es die große Liveübertragung von Radio Jena „Gott sei dank: Der Turm kommt unter die Haube!“

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Das Setzen der Tirmhaube der Stadtkirche St. Michael im Mai 2000. - Fotos MediaPool Jena

Das Setzen der Turmhaube der Stadtkirche St. Michael im Mai 2000. – Fotos: MediaPool Jena

(Radio Jena) – Im Mai 2000 war die Sanierung des Kirchturms der Jenaer Stadtkirche St.-Michael so weit beendet, dass der Turm wieder seine originalgetreu nachgebaute Renaissance-Haube aufgesetzt bekam. Zu Verdanken war dies dem erst vier Jahre zuvor gegründeten Kirchbauverein um den damaligen Zeiss-Jena-Chef Franz von Falkenhausen, der die 1998 gestartete Sanierung von Turm und Haube mit insgesamt knapp 3,7 Mio. Ruro (oder etwa sieben Mio. D-Mark, die es damals waren) angab, darunter auch Städtebauförder- und Denkmalschutzgelder. Bis zum Abschluss der Bauarbeiten mit der Restaurierung des Brautportals 2018 wurden insgesamt rund 13 Mio. Euro in die Sanierung der Stadtkirch gesteckt.

Am 26. Mai 2000 war es als rund 15.000 Gäste in der Innenstadt, mit einem großen Fest die Auferstehung der Haube des Kirchturmdachs feierten. Etwa 55 Jahre zuvor, im März 1945 war die Stadtkirche bei einem Bombenangriff der US-Luftwaffe schwer getroffen und beinahe zerstört worden. Zehn Jahre später rehielt der Turm ein Notdach, das dann bis zum Jahre 2000 hielt. Dombaumeister Prof. Wolfgang Deurer gab dann am 26. Mai die 19 Meter hohe und 50 Tonnen schwere Fachwerkkonstruktion aus Nadel- und Eichenholz sowie fünf Tonnen Stahl frei, damit diese mit einem 200-Tonnen-Spezialkran bei Windstille (= dies war die Bedingung) in die Höhe geboben werden konnte.

Bis gegen 10:00 Uhr waren auf dem Platz vor der Stadtkirche noch kleine Windböen zu spüren gewesen, doch etwa um 12:00 Uhr, als der Kran die Haube an die Ketten nahm herrschte Windstille. Als der Turm wieder „unter die Haube“ gekommen war, setzte erneut Wind ein: „Da war unser Gott mit im Spiele“, fasste Kirchbauverein-Vize, Prof. Gerhard Jahreis es damals zu sammen. der Coup gelang, auch, weil keiner der vier Stützfüße des Superkrans nachgab. denn hätten die Messgeräte hier nur Millimeter Abweichungen angezeigt, dann wäre das Aufsetzen der Haube unverzüglich abgebrochen worden – mögliche Hohlhäume unter den Stützen konnten nicht ausgeschlossen werden.

Am kommenden Sonntag sendet Radio Jena ab 22:00 Uhr noch einmal die komplette Live-Sondersendung „Gott sei dank: Der Turm kommt unter die Haube!“ vom 26. Mai 2000. Wir wünschen beim Nachhören gute Unterhaltung.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

Die Rundfunkinitaitive "103komma4 FM" startete am 01.01.2000 bei Radio OKJ das lokale Hörfunkprogramm "Radio Jena". Ab 2007 erschien mit "Lichtstadt.Netz" (später "Lichtstadt.News") ein erstes Online-News-Angebot von Radio Jena, das 2014 zum Omnichannel-Media-Portal "JEZT" (heute: "JENAhoch2") ausgebaut wurde. Die gemeinsame Radio- und Online-Redaktion erarbeitet Reportagen, Analysen, Berichte und Infos. "JENAhoch2" wird ehrenamtlich betrieben, ist nicht-kommerziell und erzielt auch keinerlei Einnahmen durch die Veröffentlichung von Reklame.

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