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Klare Kanten an geschwungenen Pfaden: Neue Skulpturenausstellung bis 27.09.2020 in Jenas Botanischen Garten zu sehen

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Wulf Kirschners Stahlskulpturen im Botanischen Garten. - Foto FSU Marco Körner

Wulf Kirschners Stahlskulpturen im Botanischen Garten. – Foto: FSU Marco Körner

(Marco Körner) – „Schweißen mag der Versuch sein, Himmel und Erde zu verbinden“, sagt der Bildhauer Wulf Kirschner. „Der Erdkern besteht aus glühendem Eisen. Eine vulkanische Situation herrscht auch beim Schweißen mit Temperaturen von drei- bis viertausend Grad Celsius.“ Mit dem Schweißgerät fertigt der Künstler Stahlskulpturen mit strengen und reduzierten Formen. 13 seiner Werke sind ab sofort in einer neuen Ausstellung im Botanischen Garten der Universität zu sehen.

Die geometrischen Körper passen perfekt zum Ort: Mit ihren korrodierten Oberflächen und schillernden Schweißtropfen fügen sie sich in den Farben- und Formreichtum des Botanischen Gartens ein. Die Oberfläche ist für den Künstler die Schnittstelle zur Poesie. Besonders deutlich wird das an dem Buchobjekt, das in Sichtweite zur Bibliothek platziert wurde und dessen Seiten nicht von ungefähr die Handschrift aus der Schweißelektrode des Künstlers tragen.

Künstler Wulf Kirschner zeigt bis 27. September Stahlskulpturen im Botanischen Garten. - Foto FSU Marco Körner

Künstler Wulf Kirschner zeigt bis 27. September Stahlskulpturen im Botanischen Garten. – Foto: FSU Marco Körner

Nun lassen sich an den geschwungenen Pfaden des Botanischen Gartens stählerne Prismen, Ikosidodekaeder und andere Körper entdecken, die mit ihren klaren Kanten und interessanten Strukturen zwischen Bäumen und Blüten aus der Erde in Richtung Himmel zu wachsen scheinen.

Die Ausstellung „Himmel und Erde | Stahlskulpturen, archimedische und platonische Körper“ des Jenaer Kunstvereins und des Botanischen Gartens kann ab sofort und noch bis Sonntag, 27. September 2020, im Botanischen Garten betrachtet werden.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

Die 1999 gegründete Rundfunkinitaitive "103komma4 FM" startete am 01.01.2000 bei Radio OKJ das lokale Hörfunkprogramm "Radio Jena". 2007 erschien mit dem "Lichtstadt.Netz" ein erstes Online-News-Angebot von Radio Jena, das 2010 mit Unterstützung der InterJena.Communications zu den "Lichtstadt.News" wurde. 2014 bündelte man alle Aktivitäten zum Multimediaportal "JEZT", das seit 2018 als "JENAhoch2" Omnichannel-Media-Angebote veröffentlicht. Die gemeinsame Redaktion erarbeitet Reportagen, Analysen, Berichte und Infos. "JENAhoch2" wird ehrenamtlich betrieben, ist nicht-kommerziell und erzielt auch keinerlei Einnahmen durch die Veröffentlichung von Reklame.

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