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Das neue Sturmgewehr der Bundeswehr soll aus Thüringen kommen, was der Linkspartei missfällt

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(red + Content der C.G.Haenel GmbH und des SPIEGEL) – Die Thüringer Waffenschmiede C.G. Haenel ist eine traditionsreiche Marke für Feuerwaffen – seit 1840 werden in Suhl Gewehre unter diesem Label gefertigt. Der königlich-preußische Gewehrfabrik-Kommissar Carl Gottlieb Haenel kommt mit seiner Idee von der industriellen Waffenfertigung nach Suhl und begründet das Unternehmen. Haenel-Waffen stehen seither für neuartige Konstruktions- und Fertigungsprinzipien, für Präzision und funktionelle Robustheit.

Nun soll demnächst der Deutsche Bundestag über das neue Sturmgewehr der Bundeswehr entscheiden. Wie das Verteidigungsministerium bestätigte, soll der C.G. Haenel die 120.000 Waffen liefern. Wie zu vernehmen war, habe sich das Unternehmen im Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Unterlegene Bieter könnten allerdings noch gegen die Entscheidung vorgehen, wie es hieß.

Für den Auftrag im Wert von knapp 250 Millionen Euro hatte auch die Firma Heckler & Koch ein Angebot vorgelegt, ein Unternehmen, das seit 1959 das Sturmgewehr für die Bundeswehr geliefert hatte. Klar ist wohl: Einen solchen Großauftrag kann die kleine Thüringer Waffenschmiede nur mithilfe ihrer milliardenschweren Eigner schultern: C.G. Haenel gehört zu Edge, einem neu geschaffenen Rüstungskonzern der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

Susanne Hennig-Wellsow ist Landeschefin der Partei DIE LINKE in Thüringen und zugleich Kandidatin für den Bundesvorsitz ihrer Partei. Sie sieht den Sturmgewehr-Auftrag für das Thüringer Unternehmen kritisch, wie sie dem Hamburger Nachrichtenmagazin SPIEGEL sagte. „Für die Stadt Suhl mag es ein finanzielles Geschenk sein“, so die Linken-Chefin, fügte aber an: „Es ist aber ein ganz und gar vergiftetes Geschenk, da diese Waffen für militärische Konfliktlösungen eingesetzt werden.“ Denn Waffen seien „keine Diplomaten, die es braucht, um friedliche Lösungen zu finden“, so Hennig-Wellsow, die nach eigenen Angaben die Produktion von Kriegswaffen ablehnt.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

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