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Mars-Report 19: NASA-Rover Curiosity hat eine neue Region namens „Groken“ erreicht

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This image was taken by Left Navigation Camera onboard NASA’s Mars rover Curiosity on Sol 2904 or 07.10.2020. – Image Credit: NASA/JPL-Caltech

(Bernhard Doepfer und Arlene Heyer) – Nach einer erfolgreichen Fahrt zu seinem nächsten planmäßigen Bohrplatz auf dem Roten Planeten ist NASA-Rover Curiosity im Moment dabei, eine sorgfältige Untersuchung der interessanten geologischen Region namens „Groken“ durchzuführen, in der er sich zur Zeit befindet. Das Mission-Team entschied sich für eine detailliertere Analyse dieses Ortes, da in dieser Region erstmals dunkelgraue Erdküglchen („Berries“) festgestellt wurden – zuvor waren hauptsächlich bläuliche Kugeln entdeckt und untersucht worden. Auf den Abschluss der Analyse soll schließlich der geplante Bohrgang folgen.

Hierfür bürstet Curiosity das Bohrziel mit seinem Staubentfernungswerkzeug (DRT) ab und hält die gereinigte Oberfläche vor dem Bohren für die spätere Beobachtung von Veränderungen der Oberfläche fotografisch fest, wie Mark Salvatore, Planetengeologe an der University of Michigan und Mitglied im Curiosity-Team der NASA letzte Woche bekannt gab. In dem oben zu sehenden Foto der Curiosity-Navcam befindet sich der ausgewählte Bohrort in der Nähe des sandfreien Bereichs, eines großen Grundgesteinsblocks direkt unter dem Rover am unteren linken Bildrand.

Zu den Beobachtungen von Curiosity gehören ChemCam LIBS-Beobachtungen des ausgewählten Bohrortes sowie zwei Bereiche eines angrenzenden Blocks aus Mars-Grundgesteinsmaterial (mit den Namen „Hella“ und „Great Skua“). Diese beiden zusätzlichen Beobachtungen der LIBS-Chemie helfen dabei, geochemische Variationen zu interpretieren, da diese Ziele sehr nahe beieinander liegen, sich jedoch auf verschiedenen Sedimentschichten derselben Boden-Einheit befinden.

Die kleinen, dunkelgrauen Kügelchen auf der Marsoberfläche, die im Oktober 2020 von Curiosity gefunden wurden. – Image Credit: NASA/JPL-Caltech

Weitere Beobachtungen am „Groken“-Standort umfassen ein Mastcam-Multispektralbild des Bohrziels (um dessen Reflexionssignatur zu charakterisieren und um zu sehen, wie es sich von seiner Umgebung und schließlich seinem gebohrten Inneren unterscheiden könnte), ein hochauflösendes Mastcam-Panorama eines nahe gelegenen Sedimentpflasterbereichs und ein Bildmosaik mit dem ChemCam Remote Micro-Imager.

Das Wissenschaftsteam habe sich im Übrigen deshalb für den Namen „Groken“ entschieden, weil das Verb „to grok“ aus dem Robert Heinleins 1961er-Science-Fiction-Roman „Fremder in einer fremden Welt“ stamme, der von einem auf dem Mars aufgewachsenen Menschen handelt, der die Erde besucht, um etwas über die irdische Kultur zu lernen, so Salvatore. Im Großen und Ganzen bedeute „to grok“ ein Thema tief, intuitiv und einfühlsam zu verstehen, was von Anfang an das Ziel der Curiosity Rover-Mission gewesen sei, berichtete der Wissenschaftler.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

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