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Erinnerung an Martin Luther und den Heiligen Martin: Martinsfest findet heute mit Glockenläuten, Laternenbasteln und Andachten statt

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Laternen für den Martinstag. – Foto Johanna Mühlbauer AdobeStock# 226009218

(EKM) – Der 11. November wird als Tauf- und Namenstag Martin Luthers gewürdigt, gleichzeitig erinnert dieser Tag an den Heiligen Martin, der Bischof von Tours war. Das Martinsfest kann in diesem Jahr von den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) jedoch nicht wie gewohnt gefeiert werden – heißt: die meisten geplanten Veranstaltungen wie die traditionellen St. Martinsumzüge fallen aus. Ebenso die Martinsfeuer, das Martinsspiel, das Hörnchenteilen.

Als Alternativen finden Andachten statt, Familien bringen gebastelte Windlichter und Laternen in Pflege- und Altenheime, und es wird zur Teilnahme an der Aktion „Laternen-Fenster“ eingeladen (www.laternenfenster.de). Im Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Jena werden in den Familien und in einer Kindertagesstätte Windlichter und Laternen für Pflege- und Altenheime gebastelt, um „ein Licht in die Welt zu tragen“.

„Nicht nur für die älteren Menschen, sondern auch für alle, die dort arbeiten, oftmals an den Grenzen ihrer Kraft“, sagt Gemeindepädagogin Isa Schmiedgen. „Stellvertretend soll das geschenkte Licht auch denen leuchten, die durch Krieg und Verfolgung, Krankheit, Einsamkeit und Hunger, Gewalt und Trauer im Schatten leben“, sagt sie. Da bisher während des Umzugs für die Partnergemeinde in Lugoj (Rumänien) Spenden gesammelt wurden, bittet der Kirchenkreis um Überweisung von Spenden (IBAN DE59 5206 0410 0008 0219 10, ‚Hilfe für Lugoj‘).

In Bucha und Großkröbitz (Landkreis Weimarer Land) reitet der Heilige Martin normalerweise bis zur Kirchentür, nach einer Andacht mit Martinslegende und Gänsespiel werden Martinshörnchen geteilt und der Reiter führt den Laternenumzug in den Pfarrgarten zum Martinsfeuer. Dieses Jahr gibt es leidglich eine kurze Andacht vor der Kirche um 17:00 Uhr.

Hintergrund: Die Bräuche zum Martinstag sind regional verschieden. Meist ziehen Kinder nach Einbruch der Dunkelheit mit Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder. Die Umzüge haben eine symbolische Bedeutung: Sie bringen Licht in die Dunkelheit, ebenso wie barmherziges Verhalten Hilfe bringt. Die bekannteste Legende vom Heiligen Martin handelt davon, dass er als Soldat der Kaiserlichen Garde an einem Winterabend in Amiens einem frierenden Bettler begegnet ist. Darauf stieg er von seinem Pferd, teilte den Mantel mit dem Schwert und beschenkte den Bettler mit einer Hälfte. In der Nacht erschien ihm Jesus im Traum. Er war in die Mantelhälfte des Bettlers gehüllt und sagte: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Der Soldat ließ sich taufen und schloss sich Ordensbrüdern an. Später berief man ihn zum Bischof von Tours. Er kümmerte sich besonders um Kranke und Aussätzige.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

Die Rundfunkinitaitive "103komma4 FM" startete am 01.01.2000 bei Radio OKJ das lokale Hörfunkprogramm "Radio Jena". Ab 2007 erschien mit "Lichtstadt.Netz" (später "Lichtstadt.News") ein erstes Online-News-Angebot von Radio Jena, das 2014 zum Omnichannel-Media-Portal "JEZT" (heute: "JENAhoch2") ausgebaut wurde. Die gemeinsame Radio- und Online-Redaktion erarbeitet Reportagen, Analysen, Berichte und Infos. "JENAhoch2" wird ehrenamtlich betrieben, ist nicht-kommerziell und erzielt auch keinerlei Einnahmen durch die Veröffentlichung von Reklame.

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