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„Finanzielle Impulse für den wissenschaftlichen Nachwuchs“: Die Jenaer Universität unterstützt Forschungsprojekte von 15 jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

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Elizabeth Watts aus der Arbeitsgruppe Biodidaktik ist eine der Geförderten. – Foto: FSU Anne Günther

(Vivien Busse) – Um die Karriere voranzutreiben, müssen junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihr eigenes Forschungsprofil etablieren. Forschung kann heutzutage aller­dings fast nur noch durchgeführt werden, wenn extern Geld eingeworben wird. Ob ein solcher An­trag auf Dritt­mit­tel erfolgreich ist, hängt stark von den geleisteten wissenschaftlichen Vor­ar­beiten ab. An dieser Stelle bietet die Friedrich-Schiller-Universität Jena ihrem For­schungs­nach­wuchs Hilfe an. Mit dem eigenen Förderprogramm „IMPULSE Project“ unter­stützt sie finanziell die Erarbeitung erfolgversprechender Forschungsanträge.

15 Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaftler konnten sich 2020 im Rahmen dieses uni­versitären Förder-Wettbewerbs durchsetzen. Sie erhalten Förderbescheide zwischen 9.000 und 20.000 Euro. Insgesamt stellt die Universität dem Nachwuchs dieses Jahr 167.000 Euro für ihre Forschungszwecke zur Verfügung.

„Die Vielfalt der Forschung an der Universität Jena ist immens“, freut sich der Vizepräsident für Forschung der Universität Jena Prof. Dr. Georg Pohnert. „Diese Vielfalt spiegelt sich nicht nur in den unterschiedlichen Disziplinen wider, für die Bewerbungen eingingen, sondern auch in der Kreativität der individuellen Ansätze“, betont er. „Die ausgewählten Projekte lassen in­teressante Ergebnisse erwarten, von denen sich die meisten sicher im Rahmen eines um­fang­reicheren Projekts erweitern lassen. Das IMPULSE-Programm ist also eine sehr gute In­vestition in die Zukunft.“

Eine der ausgewählten Wissenschaftlerinnen ist Dr. Franziska Scheffler aus der AG Bioaktive Gläser am Otto-Schott-Insti­tut für Materialforschung. Sie will in ihrem nun geförderten For­schungsprojekt ein Geobaro­meter für glasige Schmelzeinschlüsse von Gesteinen entwickeln. Diese winzigen Glasein­schlüsse bestehen aus abgekühlter Magma. Mit dem Geobaro­meter soll zum Beispiel der vorherrschende Druck in der Magmakammer eines Vulkans bestimmt und somit ein Teil zur Risikoeinschätzung einer Eruption beigetragen werden. Mit Hilfe von Experimenten und Proben aus der Natur wird die dazu nötige Kalibrierung vorgenommen.

In einem ganz anderen Themengebiet forscht Dr. Elizabeth Watts aus der Arbeitsgruppe Biodidaktik der Universität Jena. Sie setzt sich mit neuen Technologien in der Lehrerbildung auseinander. Am Beispiel der Biologie will sie erforschen, wie digitale Tools von Lehrenden genutzt und in den Lehrbetrieb integriert werden können. Dabei geht es hauptsächlich um die Nutzung von Virtual Reality, beispielsweise um Labore zu simulieren. Gleichzeitig will sie un­tersuchen, welche Wirkungen diese Art der Lehre auf Schülerinnen und Schüler in Bezug auf deren Interesse und Verständnis an Wissenschaftsthemen hat.

Das „Akademische Münzkabinett“ der Universität Jena mit Münzen vom 5. Jh. v. Chr. bis ins 5. Jh. n. Chr. ging nach und nach aus dem 1846 gegründeten Archäologischen Museum her­vor. Dr. Christoph Klose vom Institut für Altertumswissenschaften will in seinem Projekt die Geschichte der Münzsammlung auf einen aktuellen Stand bringen und zudem untersuchen, wie die Sammlung in Lehre und Forschung im Verlauf der Zeit verwendet wurde. Aus seinen Resultaten soll eine aktuelle Publikation zur akademischen Münzsammlung erwachsen.

Die nun geförderten Forschungsprojekte wecken großes Interesse, so Vizepräsident Pohnert, und lassen auf spannende Ergebnisse und weitere Forschungen hoffen.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

Die Rundfunkinitaitive "103komma4 FM" startete am 01.01.2000 bei Radio OKJ das lokale Hörfunkprogramm "Radio Jena". Ab 2007 erschien mit "Lichtstadt.Netz" (später "Lichtstadt.News") ein erstes Online-News-Angebot von Radio Jena, das 2014 zum Omnichannel-Media-Portal "JEZT" (heute: "JENAhoch2") ausgebaut wurde. Die gemeinsame Radio- und Online-Redaktion erarbeitet Reportagen, Analysen, Berichte und Infos. "JENAhoch2" wird ehrenamtlich betrieben, ist nicht-kommerziell und erzielt auch keinerlei Einnahmen durch die Veröffentlichung von Reklame.

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