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Wg. Corona-Restriktionen: Jenaer Altstadtfest muss erneut abgesagt werden / Initiative Innenstadt bedauert die Entscheidung

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Foto: JenaKultur Häcker

(JenaKultur) – Nach aktueller Beschlusslage wäre ein Altstadtfest nur in einem stark abgewandelten Format wie im letzten Jahr möglich, was jedoch kaum dem Charakter des Jenaer Altstadtfestes entspricht und auf viele Möglichkeiten, die das Fest sonst bietet, verzichten müsste. Dies erklärte gestern Carsten Müller als Mitglied der Werkleitung von JenaKultur. Die Frage, ob in absehbarer Zeit weitere Lockerungen für Großveranstaltungen und Volksfeste möglich sind, werde voraussichtlich erst in der Ministerpräsidentenkonferenz Mitte August geklärt, so Müller.

Daniel Illing, Leiter des JenaKultur-Veranstaltungsmanagements, sagt dazu: „Auch wenn die neuen Beschlüsse positiv ausfallen und mehr Möglichkeiten bieten, ist es nicht möglich, innerhalb von nur wenigen Wochen ein Altstadtfest zu planen. Bereits die Planung der Kulturarena hat uns trotz geringerer Kapazitäten und der Konzeptanpassungen vor einen immensen Planungsaufwand gestellt. Die Umproduktion einer von den Abläufen noch komplexeren Veranstaltung wie dem Altstadtfest sehen wir derzeit weder wirtschaftlich noch konzeptionell als verantwortungsvoll realisierbar an.“

Carsten Müller ergänzt: „Wir haben in den letzten Wochen versucht, einen sinnvollen und realistischen Planungsansatz zu finden. Wir bedauern sehr, dass wir dieses Ziel nicht erreichen können. Die Gespräche mit Schaustellern und Gastronomen haben uns gezeigt, dass trotz der derzeitigen Lockerungen und niedrigen Inzidenzen, die wirtschaftliche Krise in der Veranstaltungsbranche noch lange nicht überwunden ist. Gastronomen und Händler verfügen derzeit nicht über das notwendige Standpersonal. Schausteller müssen ihre Unternehmen noch immer stilllegen, weil die Kosten für den Betrieb die zu erwartenden Einnahmen aufgrund der gegenwärtigen Situation nicht decken. Die Situation wird sich erst dann ändern, wenn endlich wieder eine verbindliche Planungssicherheit entsteht. Diese wird aber vom weiteren Anstieg der Impfquote und mit dem daraus resultierenden Umgang mit der Pandemie abhängen. Vor diesem Hintergrund hoffen wir auf eine weitere Stabilisierung und einen Weihnachtsmarkt 2021.“

Für die Initiative Innenstadt ist die erneute Absage sehr bedauerlich. Neben der fehlenden zweiwöchigen Belebung der Innenstadt bricht damit vermutlich auch der für den 12.09.2021 geplante verkaufsoffene Sonntag weg. „Gerade in der aktuellen Situation benötigen wir jeden einzelnen Tag, um Einnahmen zu generieren“, so Michaela Jahn-Neubert, Vorstandsvorsitzende der Initiative Innenstadt Jena.

Gemeinsam mit JenaKultur und JenaWirtschaft appelliert die Initiative Innenstadt an die Landesebene, für 2021 unbürokratische Möglichkeiten zur Genehmigung des verkaufsoffenen Sonntags anzubieten. Die Stadt Jena wird sich um eine eigene Lösung bemühen, sagte Carsten Müller gestern.

Autor: RADIO JENA Redaktion JENAhoch2

Die Rundfunkinitaitive "103komma4 FM" startete am 01.01.2000 bei Radio OKJ das lokale Hörfunkprogramm "Radio Jena". Ab 2007 erschien mit "Lichtstadt.Netz" (später "Lichtstadt.News") ein erstes Online-News-Angebot von Radio Jena, das 2014 zum Omnichannel-Media-Portal "JEZT" (heute: "JENAhoch2") ausgebaut wurde. Die gemeinsame Radio- und Online-Redaktion erarbeitet Reportagen, Analysen, Berichte und Infos. "JENAhoch2" wird ehrenamtlich betrieben, ist nicht-kommerziell und erzielt auch keinerlei Einnahmen durch die Veröffentlichung von Reklame.

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