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Urteil zum Mord in Winzerla: Angeklagter wegen des Todes von Ursula P. zu lebenslanger Haft verurteilt

Polizeieinsatz in der Max-Steenbeck-Straße. – Foto © MediaPool Jena

Polizeieinsatz in der Max-Steenbeck-Straße. – Foto © MediaPool Jena

(Wolfgang Wolf) – Anfang Januar 2019 fiel eine Seniorin aus Winzerla einem Gewaltverbrechen zum Opfer (wir berichteten). Schon kurz nach der Tat wurde ihr heute 25-jähriger Nachbar Mohammad A. verhaftet. Vor dem Landgericht in Gera fand der Prozess zum Tode von Ursula P. statt [LESEN SIE HIER TEIL 1 UND DORT TEIL 2 DES BERICHTS].

Gestern verurteilte das Gericht den Angeklagten zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Zudem stellte die 1. Strafkammer am LG Gera unter Vorsitz von Richter Uwe Tonndorf die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren erschwert. Die Todesumstände der 87-Jährigen hatten seinerzeit nicht nur in Jena für Bestürzung und Entsetzen gesorgt. Tochter, Sohn und Enkelin leiden bis heute schwer unter den Folgen und traten im Mord-Prozess als Nebenkläger auf.

Das Landgericht sah es laut Urteilsverkündung als erwiesen an, dass der seinerzeit aus Afghanistan in die Bundesrepublik geflüchtete Mohammad A. die Seniorin in Jena-Winzerla umgebracht hatte, um hierdurch einen geplanten Betrug zu verdecken. Der Leichnam der Seniorin wies multiple Verletzungen auf und war in einem Koffer in ihrem Keller versteckt worden. Nach ihrem Tode habe der Angeklagte versucht, eine erhebliche Geldsumme vom Konto des Enkels der Getöteten auf sein eigenes Konto zu überweisen.

Damit waren nach Auffassung der 1. Strafkammer am Landgericht Gera die Mordmerkmale der Habgier und der Verdeckung erfüllt, wobei sogar die besondere Schwere der Schuld festzustellen war. Die Verteidigung sah das Ergebnis der Beweisaufnahme völlig anders, hatte einen Freispruch beantragt und gleich im Anschluss an den Schuldspruch eine Revision beim Bundesgerichtshof angekündigt.

 


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Coronavirus: Die Jenaer Neuigkeiten für Donnerstag, den 26. März 2020

Stadtwappen von Jena Adobestock#317573300

Stadtwappen von Jena + Adobestock-Grafik#317573300

(red + Content der Stadt Jena) – Dies sind die neuesten Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus:

Am Mittwoch wurden für das Stadtgebiet von Jena sechs weitere Corona-Fälle gemeldet. Damit steigt die Zahl auf 99 (Stand: 25.03.2020, 19:00 Uhr). Thüringenweit waren es gestern Abend laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bzw. der Johns-Hopkins-Universität rund 500, bundesweit etwa 37.300.

Hinweis zur Jenaer Statistik: Die an das Land Thüringen gemeldeten Fälle sind derzeit 55. Der Unterschied liegt in der Bearbeitung. Ans Land werden nur die komplett abgearbeitete Fälle mit Quarantäneanordnung und Ermittlung der Kontaktpersonen übermittelt. Diese Recherche kann einige Tage dauern. Deshalb die unterschiedlichen Zahlen.

Der Corona-Drive-In unterhalb der Lobdeburg hat gestern seine Arbeit aufgenommen. Am ersten Tag wurden 80 Personen auf Corona getestet. Nochmals der Hinweis: Termine für diesen Testpunkt werden ausschließlich von der Fieberhotline (03 641 49 33 33) vergeben.

Zur Änderung der Straßenbahn-Taktung zum UKJ: Im Gespräch mit dem Jenaer Nahverkehr wurden die Taktzeiten der Straßenbahn nach den Wünschen des Universitätsklinikums erneut angepasst. Mit diese Regelungen kann die Einhaltung des Abstandes zwischen den Passagieren besser garantiert werden.

Außerdem: Die für den 30. März 2020 vorgesehene Aktion „Earth Hour 2020“, bei der für eine Stunde die Straßenlaternen in der Innenstadt ausgeschaltet werden sollten, findet in Jena nicht statt. Individuell können natürlich weiterhin die Wohnungsbeleuchtung als Zeichen des Klima- und Umweltschutzes gelöscht werden.


Geschlossene Geschäfte und Einrichtungen zahlen in Jena
vorerst keine Sondernutzungsgebühr

Die Stadt Jena erlässt allen Verkaufsstellen und Einrichtungen, die aufgrund der Corona-Krise schließen mussten, die Sondernutzungsgebühr für Klappaufsteller, Warenauslagen und ähnliches auf kommunalen Flächen für den Monat April 2020. Die Hilfe ist unbürokratisch. Ein Antrag muss nicht gestellt werden. Die Sondernutzungsgebühr wird im April nicht abgebucht bzw. soll nicht überwiesen werden.

Das gilt für alle Geschäfte und Einrichtungen, die aufgrund der Allgemeinverfügung „Schließung von Verkaufsläden und Einrichtungen“ vom 20.03.2020 nicht öffnen dürfen. Ausgenommen sind die Verkaufsstellen, die in der Verordnung unter Punkt 3 a) aufgeführt sind, und öffnen dürfen.

Bereits am 17.03.2020 hatte die Stadt Jena allen Gastronomen, die eine Außenbestuhlung auf kommunalen Flächen haben, die entsprechende Sondernutzungsgebühr für den Monat April 2020 erlassen.


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Was tun, wenn Familien in Jena durch Quarantäne unter Stress geraten?

Familiäre Probleme - Symbolfoto © Viacheslav Iakobchuk under AdobeStock License

Familiäre Probleme – Symbolfoto © Viacheslav Iakobchuk under AdobeStock License

(red + Content der Stadt Jena) – Das Coronavirus kann auch psychosoziale Folgen erzeugen: Angst- und Panikzustände, Depressionen, Schlafprobleme. Die sich ständig verändernden Zahlen von Infizierten und die medialen Meldungen aus aller Welt führen insbesondere bei Familien, die unter Quarantäne Tag für Tag auf engstem Raum miteinander zusammenleben, teilweise zu extremen Emotionen, die von Verwirrung über Wut auch zu Hilflosigkeit führen können. Wie damit umzugehen?

Die Familienberatung der Stadt Jena beantwortet unter der Nummer 03641 – 49 2833 (Hotline) montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr große und kleine Fragen rund um die Gestaltung des Familienalltags während der derzeitigen Krisensituation. An den Telefonen befinden sich Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen.

Ziele sind Beratung zur Gestaltung des Familienalltags (Gestaltung des Tagesablaufs, alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, Umgang mit Ängsten der Kinder) sowie lösungsorientierte Beratung bei Spannungen und Konfliktsituationen in der Familie.

In dringenden Fällen werden darüber hinaus auch weiterhin telefonisch Erziehungs- und Trennungs- bzw. Scheidungsberatung angeboten. Und sollten Ihnen Fälle von möglichen Kindeswohlgefährdungen bekannt werden oder sehen Sie sich selbst und Ihre Kinder in einer solchen Notsituation, so wenden Sie sich bitte an den Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes (montags bis donnerstags 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr, freitags bis 13:00 Uhr) unter der Telefonnummer 03641-49 2711 bzw. die E-Mail-Adresse asd @ jena.de.


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Coronavirus: Die Jenaer Neuigkeiten für Mittwoch, den 25. März 2020

Tafel - Bitte bleiben sie zuhause

(red + Content der Stadt Jena) –Für das Stadtgebiet von Jena liegen nunmehr 93 Meldungen über COVID-19 Erkrankungen vor (Stand: 24.03.2020, 19:00 Uhr) und damit drei mehr als am Vortag. Thüringenweit waren es gestern Abend laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bzw. der Johns-Hopkins-Universität 437, bundesweit etwa 32.000.

Bezüglich des Grundsatzes, dass Menschen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in den von der Stadt Jena festgelegten Risikogebieten aufgehalten haben, sind zu 14 Tagen häuslicher Quarantäne verpflichtet.In wenigen Fällen können Ausnahmen genehmigt werden:

Personen, die im Gesundheitswesen oder in systemrelevanter Infrastruktur arbeiten, dürfen unter strengen Hygieneregeln zur Ausübung ihrer Arbeit an den Arbeitsplatz zurückkehren. Zu diesen Regeln gehören das Tragen einer Mund-Nasen-Schutzmaske, die Selbstüberwachung (Fieber- und Symptomeprotokoll) und regelmäßige Tests auf Coronaviren. Nach der Arbeit müssen diese Personen sofort wieder in die häusliche Quarantäne zurück. Darüber hinaus muss es im Unternehmen oder der Einrichtung eine betriebliche Verfahrensanweisung zur regelmäßigen Überwachung des Gesundheitszustands dieser Mitarbeiter geben. Ein ausreichender Schutz der Bürger, Kunden, Patienten und Kollegen des betroffenen Mitarbeiters muss sichergestellt sein.  

Von dieser Regelung macht auch die Jenaer Stadtverwaltung teilweise Gebrauch. Nachdem alle Tests des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse negativ waren, können einzelne Mitarbeiter unter den oben genannten Regeln zurück an ihren Arbeitsplatz. Zeitgleich wird die Arbeit des Stabes noch konsequenter auf die derzeitigen Anforderungen umgestellt. Die Stabstreffen finden derzeit als Telefonkonferenzen statt, persönliches Zusammenkommen gibt es nur noch im Ausnahmefall. Die Möglichkeiten des Home Office werden ausgeweitet, unter anderen durch die Beschaffung weiterer Rechner und der Erhöhung der Serverkapazität.


Verstöße gegen die Quarantäneregeln gemeldet

Aus der Bevölkerung gingen Meldungen ein, die auf Verstöße gegen die Quarantäneregeln hinweisen. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse nimmt dies sehr ernst. Der Fachdienst Kommunale Ordnung wurde angeordnet, diesen Hinweisen nachzugehen. Nichtbeachtung der Regeln des Infektionsschutzgesetzes können Geldstrafen nach sich ziehen.

Nochmals wird darauf hingewiesen: In Jena besteht keine Ausgangssperre. Bescheinigung des Arbeitgebers oder gar Passierscheine für die Einfahrt nach Jena sind nicht notwendig.


Änderungen des Fahrplanes des Jenaer Nahverkehrs

Wie der Jenaer Nahverkehr bekannt gibt, fahren die Straßenbahnen und die Busse ab heute, Mittwoch, den 25. März 2020, tagsüber meist nur noch im 30-Minuten oder 60-Minuten-Takt. Bitte informieren Sie sich vor einer Fahrt!


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„Hilfskräfte zur Eindämmung von COVID-19-Erkrankungen gesucht“: Die FSU Jena genehmigt Urlaubssemester für Kampf gegen Corona

Das neue Logo mit neu gesetzter Wortmarke der Friedrich-Schiller-Universität Jena + AdobeStock#317573300

Das neue Logo mit neu gesetzter Wortmarke der Friedrich-Schiller-Universität Jena inkl. AdobeStock#317573300

(FSU Jena) – Das Robert Koch-Institut (RKI) sucht im Auftrag der Bundesverwaltung nach Freiwilligen, die sich dem Krisenmanagement zur Eindämmung von COVID-19-Erkran­kun­gen anschließen wollen.

Die Freiwilligen sollen als „Containment Scouts“ bei einer Landes­stelle ihrer Wahl oder den zuständigen lokalen Gesundheitsämtern eingesetzt werden. Zu ihren Aufgaben zählt die telefonische Befragung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten, um mögliche Infektionswege nachzuvollziehen. Der Aufruf des RKI richtet sich vor allem an Studierende, die bereit sind, ein Urlaubssemester einzulegen.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena unter­stützt den Aufruf, indem sie ihren Studierenden, die dieser Tätigkeit in den kommenden Monaten nachgehen wollen, ein Urlaubssemester genehmigt. Studierende müssen dafür einen ausgefüllten Urlaubsantrag sowie eine Kopie der Vereinbarung mit der jeweiligen Gesundheitsbehörde beim Studierenden-Service-Zentrum der Universität einreichen.

Die Tätigkeit ist zunächst auf sechs Monate befristet. Interessierte können sich noch bis 31. März mit ihrem Lebenslauf, der Kopie ihres Personalausweises und ggf. einer Studienbe­scheinigung beim Bundesverwaltungsamt bewerben. Weitere Informationen finden sich unter: https://bewerbung.dienstleistungszentrum.de/frontend/RKI-BVA-2020/index.html.


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Coronavirus: Die Jenaer Neuigkeiten für Dienstag, den 24. März 2020

Jenas Feuerwehrleute sind auch während der Coronakrise für alle Menschen da. - Foto Berufsfeuerwehr Jena

Jenas Feuerwehrleute sind auch während der Coronakrise für alle Menschen da. – Foto: Berufsfeuerwehr Jena

(red + Content der Stadt Jena) – Nachdem am Wochenende ein Dezernent der Stadt Jena, der zugleich Mitglied im Stab für außergewöhnliche Ereignisse ist, positiv auf das Coronavirus getestet worden war, bisher aber symptomfrei ist, wie Stadtsprecher Kristian Philler brichtete, stehe nun der komplette Corona-Krisenstab in Jena unter vorbeugender Quarantäne.

Betroffen hiervon sind rund 15 Personen von mehreren Institutionen, darunter auch Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche. Alle Stabsmitglieder sind inzwischen auf eine Infektion getestet worden, wobei die Ergebnisse für heute erwartet werden. Der Krisenstab koordiniert alle Arbeiten, die in unserer Stadt im Zusammenhang mit den Corona-Fällen in Jena stehen.

Für das Stadtgebiet von Jena liegen nunmehr 90 Meldungen über COVID-19 Erkrankungen vor (Stand: 23.03.2020, 21:00 Uhr). Thüringenweit waren es gestern Abend laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bzw. der Johns-Hopkins-Universität ca. 290, bundesweit etwa 28.800.

Corona-Virus - Symbolfoto AdobeStockLicense#319272485

Corona-Virus – Symbolfoto AdobeStockLicense#319272485

Die Stadt Jena hat mit einer Änderung der Allgemeinverfügung zur Schließung von Verkaufsläden und Einrichtungen die Möglichkeit des Sonntagsverkaufs zurückgenommen. Die Versorgung der Menschen mit existenziellen Gütern ist auch dann gesichert, wenn die Läden am Sonntag geschlossen haben. Vielmehr dient der Sonntag dazu, den Mitarbeitern eine notwendige Erholung zu gewährleisten und Warenbestände wieder aufzufüllen.

Änderungen der Allgemeinverfügung zu Betretungsverboten für Rückkehrer aus Risikogebieten sollen 1.) Rechtsanwälten ihre Arbeit weiterhin ungehindert ermöglichen. So können Rechtsanwälte notwendige Gerichtstermine auch in den ausgewiesenen Risikogebieten wahrnehmen sowie 2.) bei Reiserückkehrern, die im Gesundheitswesen oder in systemrelevanter Infrastruktur arbeiten folgendes regeln: Diese dürfen nur dann ihre häusliche Quarantäne für die Zeit ihrer Tätigkeit verlassen, wenn die jeweilige Einrichtung ein Verfahren zur regelmäßigen Überwachung des Gesundheitszustands dieser Mitarbeiter einführt und ein ausreichender Schutz der Patienten, Kunden und Mitarbeiter sichergestellt ist.  

 


„Wir bleiben für euch da – Bleibt ihr für uns Zuhause“

Die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren der Jena – Lichtstadt bleiben weiterhin tagtäglich und rund um die Uhr für euch einsatzbereit. Die Einsatzkräfte sagen: „Haltet Euch an die Anordnungen der Stadtverwaltung, nur so können wir gemeinsam diese schwierige Zeit durchstehen. – Bleibt solidarisch!“