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In neun Wochen beginnt die Kulturarena 2020 mit dem Theaterspektakel „Sladek – oder: Die Schwarze Armee“ nach Ödön von Horváth

Kulturarena 2020 Teaser

(Wolfgang Wolf) – Passend zur Walpurgisnacht sei mir ein kleiner Blick in die Kristallkugel gestattet:

Heute in genau neun Wochen startet auf dem Theatervorplatz die KulturArena 2020 mit dem Theaterstück „Sladek“ in der Inszenierung von Lizzy Timmers. Das diesjährige Sommerkulturfestival wird mit „Sladek“ zugleich Abschied nehmen vom Theatervorplatz (der ja mindestens bis 2022 umgebaut wird) und anschließend in den Paradiespark weiterziehen.

Die Konzerthighlights der diesjährigen Arena, die nach den aktuellen Plänen von JenaKultur mit verringerter Zuschauerkapazität – im wahrsten Sinne des Wortes – „über die Bühne“ gehen soll, sind nach wie vor die britische Sängerin und Schauspielerin (u.a. „Die Tudors“) Joss Stone sowie Daniel Ebel alias Dendemann, Thees Uhlmann & Band, Deine Freunde und Andrej Hermlin and his Dance Swing Orchestra. Angedacht sind wohl Konzerte mit weniger als 1.000 Zuschauern, die zudem einen angemessenen Abstand zueinander halten und Mundschutz tragen sollen.

Wie auch immer: viele Konzertkarten sind schon verkauft, die Kulturarena nach wie vor nicht abgesagt und ein musikkulturell heißer Sommer in Jena kann kommen!


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Neuigkeiten aus Jena zum Coronavirus für Donnerstag, den 30. April 2020

(red + Content der Stadt Jena) – Für das Stadtgebiet von Jena gab es erneut keine neue Coronainfektion. Aktuell sind es damit weiter 155 Fälle nachgewiesener Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 (Stand: 29.04.2020, 19:00 Uhr), wovon 146 Bürger wieder von COVID-19 genesen sind. Heißt also: in Jena gibt es aktuell nur neun Erkrankte.

Thüringenweit waren es am gestrigen Abend laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bzw. der Johns-Hopkins-Universität knapp 2.270 COVID-19-Erkrankungen, bundesweit rund 161.000.


Bildungsminister Holter und OB Nitzsche im Austausch über Maskenpflicht

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter und der Oberbürgermeister der Stadt Jena Thomas Nitzsche haben sich gestern in einem Telefonat über die Maskenpflicht an Jenaer Schulen verständigt und vereinbart, eine gemeinsame Lösung zu finden, die die Jenaer Bedenken zum Infektionsschutz in den Unterrichtsstunden aufgreift und gleichzeitig durch eine Öffnung für vergleichbar wirksame andere Hygienemaßnahmen als Alternative zur Maskenpflicht eine möglichst einheitliche Regelung für Thüringen nicht gefährdet.

Dazu sagte Bildungsminister Helmut Holter: „Mir war es wichtig, mit der Stadt Jena noch einmal den direkten Austausch zu suchen und zu verstehen, wieso es in Jena zu einer teilweise anderen Interpretation der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts gekommen ist. Wir tragen gemeinsam mit dem Schulträger die Verantwortung für sicheren und gleichzeitig praktikablen Gesundheitsschutz an den Schulen. Ich bin sicher, dass wir mit Jena einen Weg verabreden können, der zu größtmöglicher Sicherheit führt, ohne dass die Kinder im Unterricht Masken tragen müssen. Wenn für die Jenaer Schulen dazu zusätzliche Präzisierungen in unserem Hygieneplan nötig sind, dann werden wir uns dem natürlich nicht verwehren.“

Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche sagte: „Ich freue mich über das direkte Gespräch. Gemeinsam mit dem Ministerium arbeiten wir an einem Weg, der für die Schulen gangbar ist und zugleich sicherstellt, dass die Klassenzimmer nicht durch die Verbreitung von Aerosolen zu einem Übertragungsweg für das Virus werden. Mund-Nasen-Bedeckungen könnten dieses Risiko deutlich reduzieren. Wenn es im Rahmen strikter Hygienepläne weniger invasive, aber vergleichbar wirksame Maßnahmen gibt, dann werden diese das Tragen der Maske möglicherweise ersetzen können.“


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„Es bleibt alles anders“ – Zeit-Gedanken von Rainer Sauer

Die im Kopf des Artikels abgebildete Armbanduhr ist eine Ein-Zeiger-24-Stunden-Uhr, auf der man im unteren Teil die 12 Nachstunden abgebildet sieht – also rechts dieZeit von 18 bis 0 Uhr und links die von 0 bis 6 Uhr, und im oberen die Tagstunden von 6 bis 18 Uhr. Es ist die Uno24 von Klaus Botta, die ich mir vor einigen Jahren gekauft habe, weil mir zum einen die Intention des Designers aus Königstein im Taunus gefallen hat, der konsequent an der am Weimarer Bauhaus entwickelten Philosophie festhält und diese fortführt, also: nichts Bekanntes kopieren sondern innovative Ideen verwirklichen.

Zum anderen gefiel mit das Gesamtkonzept, angefangen bei der Um-Verpackung, in der die Uhr geliefert wird, über die direkte Verpackung in Form einer silbernen Tube, bei der oben nur das Zifferblatt zu erkennen ist, bishin zu den Beglietheften. Das alles lässt erkennen, dass sich Klaus Botta – wir sind fast der gleiche Jahrgang und liegen altersmäßig nur etwa sechs Monate auseinander – viele Gedanken um sein Produkt gemacht hat und das kommt nihct von ungefähr.

Die Uno 24, entwickelt von Klaus Botta. – Foto: Rainer W. Sauer

Botta arbeitete zuvor als Designer für Grundig, Siemens oder Volkswagen und entwickelte 1986 sozusagen „sein eigenes Baby“: die weltweit erste Armbanduhr mit Ein-Zeiger-Anzeige. Für mein Modell, die Uno 24, erhielt er 2013 vom Chicago Athenaeum Museum of Architecture and Design den „Good Design Award“, weil das Ablesen nach kurzer Eingewöhnungszeit dank der von ihm entworfenen Spezialskalierung in 10-Minuten-Schritten recht präzise ist, ähnlich der Anzeige eines Messinstruments. So zeigt die Uhr in der Großaufnahme oben 12:52 Uhr an und in der nachfolgenden 8:28 Uhr.

BOTTA Uhr uno 24 – Fotos: Rainer W. Sauer

Die Frage, die sich im Zusammenhang mit dem Umgang mit Zeit stellen sollte, ist doch: Muss eine analoge Uhr tatsächlich immer „nur“ 12 Stunden anzeigen? Eine Tagesausrichtung auf 24 Stunden erleichtert zum Beispiel mir in bestimmten Situationen durchaus die Zeiteinteilung und ist zudem eine spannende Alternative zu klassischen Modellen, die ich trage, wenn es um möglicht präzise Zeitangaben geht. Darüber hinaus ist meine BOTTA-Uhr stets ein interessantes Gesprächsthema für meine Trainings- und CoachingsteilnehmerInnen, sieht man / frau dank ihr doch stets den gesamten Tag mit einem Blick und kann trotzdem im Moment leben.

Mehr Informationen zu den Uhren von Klaus Botta findet man HIER.


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Maskenpflicht im Unterricht: Jenaer Schule verklagt die Stadt wg. ihrer Allgemeinverfügung

Jena zeigt Maske Teaser 1

(red) – Für Jenas Schulen gibt es seit Montag eine dringende Empfehlung an die Schülerinnen und Schüler, zum Gesundheitsschutz einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen; ab nächster Woche soll diese Empfehlung verpflichtend werden.

Da die Vorgaben der Landesregierung keine Maskenpflicht im Unterricht vorsehen, hat Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (DIE LINKE) die Stadt hierfür gerügt. Er bedauere es, sagte Holter, dass unsere Stadt diesen Schritt gegangen sei, „weil Jena damit auch wieder Verunsicherung erzeugt.“ (Wir berichteten!)

Dies sieht inzwischen die Jenaer Waldorfschule ebenso und hat einen Eilantrag gegen die Einführung beim Verwaltungsgerichts in Gera (VG) gestellt, wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage bestätigte. Hierzu habe die Stadt Stellung zu nehmen, Anfang kommender Woche werde das VG Gera dann über den Eilantrag entscheiden, heißt es.

Jenaes Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche für den Corona-Krisenstab zu den Beweggründen: „Eine solche Empfehlung wurde nicht leichtfertig ausgesprochen. Wir wissen, dass das eine Belastung für die Kinder ist. Aber wir sind für die Gesundheit aller Jenaerinnen und Jenaer verantwortlich und wollen Sicherheit für die Kinder und ihre Familien gewährleisten.“


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Der FCC plädiert für das Einstellen des Spielbetriebs in der laufenden Saison (3/3) – Knappe Mehrheit der Drittligisten ist jedoch gegen das Einstellen des Spielbetriebs

(FCC News) – Auf einer DFB-Videokonferenz vom Montag unter Teilnahme aller Drittligavereine hat sich der FC Carl Zeiss Jena dafür ausgesprochen, die Saison abzubrechen. Bei der etwa dreistündigen Konferenz wurde unter den Clubs ein Meinungsbild zu nachfolgendem Sachverhalt eingeholt:

Der Spielbetrieb der 3. Liga wird über den 30. April hinaus ausgesetzt. Die Fortführung der Saison soll erfolgen, sobald die behördliche und politische Genehmigung einschließlich der gesundheitlichen Freigaben im Rahmen des vorgelegten hygienischen Konzeptes erfolgt. Der Abschluss der Saison bis zum 30. Juni wird dabei soweit möglich angestrebt.

Chris Förster, FCC-Geschäftsführer: „Die heutige Abfrage eines Meinungsbildes hat neuerlich verdeutlicht, dass es innerhalb der 3. Liga sehr unterschiedliche Auffassungen gibt. So können sich zehn Vereine vorstellen, den Spielbetrieb der aktuell ausgesetzten Saison auch über den 30. Juni hinaus fortzuführen, was für unseren FC Carl Zeiss Jena und andere Clubs keine sinnvolle Option darstellt.“

Es handelt sich hierbei um das Meinungsbild der Klubs der 3. Liga, nicht um eine Beschlussfassung. Der Ausschuss 3. Liga und die in Folge zuständigen DFB-Gremien werden sich auf dieser Grundlage nun mit dem weiteren Vorgehen und den damit verbundenen Detailfragen befassen. Gegebenenfalls nötige Beschlüsse für die Fortsetzung der Spielzeit müssten dann vom DFB-Präsidium oder DFB-Vorstand gefasst werden.

Fest steht, dass der Spielbetrieb in der 3. Liga über den 30. April 2020 hinaus bis auf Weiteres ausgesetzt wird. [Lesen Sie zum Thema auch DIESEN und JENEN Bericht]


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Neuigkeiten aus Jena zum Coronavirus für Mittwoch, den 29. April 2020

(red + Content der Stadt Jena) – Von Dienstag auf Mittwoch gab es in unserer Stadt erneut keine weitere Neuerkrankung. Die Zahl der Menschen mit COVID-19-Erkrankungen liegt damit weiter bei 158 (Stand: 28.04.2020, 19:00 Uhr). Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung auf der Intensivstation. Insgesamt gibt es 3 Todesfälle. 146 Personen gelten als genesen, damit sind es 9 aktive Fälle.

Thüringenweit gab es am gestrigen Abend laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bzw. der Johns-Hopkins-Universität rund 2.210 Erkrankte, bundesweit waren es etwa 159.400.


Umzüge wieder möglich

Unaufschiebbare Umzüge können in Jena wieder durchgeführt werden. Sie stellen keinen Verstoß gegen das Versammlungsverbot dar, auch wenn mehr als 2 Personen daran beteiligt sind. Alle beteiligten Personen müssen jedoch immer eine Mund-Nasen-Bedeckung und Handschuhe tragen und  – soweit möglich – auf den Abstand untereinander achten.

Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden oder (in den letzten 7 Tagen) Krankheitssymptome zeigen, dürfen nicht helfen. Umzugsunternehmen, die aus dem Ausland kommen, gelten als zulässiger Lieferverkehr. Sie dürfen nur zur Be- und Entladung ins Stadtgebiet kommen, müssen alle Hygieneregeln erfüllen und Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Fahrer und Mitarbeiter dürfen in Jena keine Geschäfte und Läden aufsuchen und nicht den ÖPNV nutzen. Dies gilt auch für private Umzugshelfer aus dem Ausland.

Bei Umzügen aus dem Ausland müssen sich die Personen, die hierher ziehen, unverzüglich in 14-tägige häusliche Quarantäne begeben. Die Regelungen der Thüringer Verordnung zu Quarantänemaßnahmen und deren Ergänzung durch die Jenaer Allgemeinverfügung sind zu beachten. Umzüge von Personen, die sich in Quarantäne befinden, bedürfen einer Ausnahmegenehmigung, die unter corona@jena.de zu beantragen ist.


Keine Kita- und Hort-Gebühren im Mai

Da weiterhin der Besuch der Kindertageseinrichtungen und Horte nicht möglich ist, wird die Stadt Jena analog § 3 Abs. 5 Satz 2 Kita-Gebührensatzung sowie des Kabinettsbeschlusses vom 26.03. für den Zeitraum der Schließung im Mai keine Gebühren erheben. Dies wird von Amts wegen erfolgen. Ein Antrag der Eltern ist nicht erforderlich. Eltern werden gebeten, vorerst von Anfragen zu diesem Thema beim Fachdienst Bürger- und Familienservice abzusehen. Es werden auch keine Lastschriften von festgesetzten Kita- oder Hort-Gebühren gezogen. Eine etwaige Änderung kann durch die Notbetreuung der Kinder erfolgen.


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Als „Corona Gedächtnis“: Das Stadtmuseum Jena bitte darum, bewahrenswerte Objekte nicht wegzuwerfen, sondern für die Nachwelt zu bewahren

Foto © Stadt Jena Kristian Philler

(JenaKultur) – Das Stadtmuseum Jena sucht Unterstützung bei der Dokumentation der Auswirkungen der Corona-Krise auf das öffentliche und private Leben für nachfolgende Generationen.

Woran werden sich die Menschen in Jena künftig erinnern, wenn sie an diese Zeit zurückdenken? Was haben sie erlebt, als die Pandemie weltweit grassierte? Wie hat sich ihr Alltag gestaltet? Was waren ihre Ängste, Hoffnungen und Erwartungen bzw. gab es auch schöne Momente? – Fragen wie diese wollen wir künftigen Generationen beantworten und bitten Sie dazu ab sofort um Ihre Unterstützung.

Der historische Marktplatz in Jena auf einer alten Pstkarte - Bildquelle Stadtmuseum Jena

Bitte helfen Sie dem Stadtmuseum, diese außergewöhnliche Zeit der Nachwelt zu überliefern. „Uns interessiert vor allem: Wie wirkt sich die Corona-Krise auf unseren Alltag in der Stadt aus?“, so die Museumsleute. Bewahrenswert seien neben dreidimensionalen Objekten wie selbst genähte Mund-Nasen-Bedeckungen oder Einkaufstaschen, mit denen man für die Nachbarin eingekauft hat, auch Flugblätter, Geschichten, Berichte, Tagebucheinträge, Briefe, Fotos, Videos oder Audiodateien.

deshalb nun der Appell: „Bitte geben Sie ihre persönlichen Erinnerungen und Objekte mit Ihren Kontaktdaten im Stadtmuseum Jena (Markt 7, Briefkasten im Durchgang zur Stadtkirche neben dem Weinladen) ab oder senden Sie Ihre Fotos oder Dateien an coronazeitzeugnisse@jena.de.“


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Der FCC plädiert für das Einstellen des Spielbetriebs in der laufenden Saison (2/3) – 3. Liga muss Realität anerkennen: Geisterspiele sind für viele Vereine der vorzeitige Weg in die Insolvenz

Der FC Carl Zeiss Jena und weitere Clubs der 3. Fußball-Bundesliga erklären ihre Haltung zur aktuellen Situation. [Lesen Sie HIER Teil 1 des Statements]

Und zuletzt haben Geisterspiele für unsere Vereine finanziell erhebliche negative Auswirkungen. Derzeit befinden wir uns in der Situation, dass wir zwar faktisch keine Einnahmen haben, aber gleichzeitig unsere Kosten – insbesondere durch Einführung von Kurzarbeit – deutlich senken konnten. Schon diese Situation ist für uns und viele andere Vereine in der 3. Liga sehr prekär. Bei einigen Clubs wird nur durch Aufnahme von Darlehen – sofern sie denn überhaupt gewährt werden – eine Zahlungsunfähigkeit vermieden werden können.

Sollten wir jedoch gezwungen sein, die noch ausstehenden Spiele als Geisterspiele austragen zu müssen, hätten wir bei vollen Kosten keinerlei Einnahmen aus dem Spielbetrieb. Zumal die Mittel aus den TV-Übertragungsrechten in der 3. Liga nur einen Bruchteil der 1. und 2. Bundesliga ausmachen und ohnehin nur noch eine geringe Rate der aktuellen Saison aussteht. Ein Ausgleich bzw. eine Unterstützung der 3. Liga durch DFB oder DFL ist nicht in Sicht.

Wir gehen nicht davon aus, dass bei einer Einstellung des Spielbetriebes höhere Regressforderungen von Sponsoren auf uns zu kommen als bei einer Fortsetzung mit Geisterspielen. Dies zeigen uns auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen und Verzichtsangebote von unseren Sponsoren und Fans in den letzten Tagen und Wochen. Einige Sponsoren äußern zudem die Befürchtung, dass eine Sonderrolle des Fußballs in der Gesellschaft zukünftig und sodann für die Folgesaison nicht zu deren Firmenpolitik und Image passt.

Die Beendigung der Saison mit Geisterspielen würde viele Vereine in finanzielle Schieflage und einige direkt in die Insolvenz führen. Die Anpassung der Insolvenzregelungen durch den DFB ermöglicht dies ohne Konsequenzen. Zahlreiche Insolvenzen von Vereinen in einer kurzen Zeit werden aber zu einem langfristigen wirtschaftlichen Imageschaden der 3. Liga und des deutschen Fußballs führen.

Die Darstellung der „Alternativlosigkeit“ zur Beendigung der Saison durch Geisterspiele ist für uns insgesamt nicht nachzuvollziehen. Insgesamt 18 Vereine der 3. Liga haben sich bereits vor Wochen für die Untersuchung und Bewertung aller Varianten von der auflagenbedingten, unabdingbaren Einstellung des Spielbetriebs bis hin zu Geisterspielen ausgesprochen und dies eingefordert.

Auch ein Aufschieben der Entscheidung und Verlängerung der laufenden Saison in den Herbst oder gar in den Winter hinein halten wir in der 3. Liga für nicht umsetzbar. Die hierfür angepassten Spielordnungen des DFB lösen die komplexen arbeitsrechtlichen Problemstellungen zur Befristung der Verträge bis zum 30.06. nicht auf. Außerdem würde dies den finanziellen Ruin der Vereine noch maßgeblich beschleunigen, da eine Planbarkeit und Durchfinanzierung der neuen Saison dann gar nicht mehr gegeben wäre.

Der DFB und alle Vereine der 3. Liga haben sich bis zu diesem Punkt nachweislich in alle Richtungen bemüht, eine Saisonfortsetzung zu ermöglichen. Dies muss und kann nach unserer Einschätzung auch allen Partnern und Sponsoren vermittelt werden.

Von den Fangruppen unserer Vereine erfahren wir breite Unterstützung und Zustimmung zu unserer Position. Die Politik und die Öffentlichkeit, vor allen im kommunalen Bereich, vermittelt uns ebenso ein klares Meinungsbild, eine Sonderrolle für Fußball in der 3. Liga wird umfassend abgelehnt.

Natürlich gibt es auch Vereine, speziell aus der oberen Tabellenhälfte, die in Anbetracht bestehender Aufstiegschancen bis zum Saisonende anderer Meinung sind. Dies können wir aus der Sicht der betroffenen Vereine nachvollziehen. Aber die Betrachtung der Gesamtsituation der 3. Liga führt für uns aus den genannten Gründen zu einem anderen Ergebnis. Wir können hier nur eine Gesamtbetrachtung der Situation mit den dargestellten Argumenten empfehlen.

Es gilt nun nach unserer Einschätzung die Realität der 3. Liga anzuerkennen. Es mag wirtschaftlich notwendig und bei den Voraussetzungen der Vereine in der 1. und 2. Liga möglich sein, die Saison im Verantwortungsbereich der DFL mit Geisterspielen zu Ende zu spielen.

Für die 3. Liga sehen wir dies aufgrund der bestehenden und zu erwartenden Auflagen als organisatorisch unmöglich, gesundheitlich sowie wirtschaftlich nicht darstellbar und gesellschaftlich nicht vermittelbar an.

Natürlich braucht es letztlich eine Verständigung zur Umsetzung einer auflagenbedingten, unabdingbaren Einstellung des Spielbetriebs sowie entsprechende Beschlüsse der Gremien beim DFB hierzu. Damit können naturgemäß nicht die Interessen und Hoffnungen aller erfüllt werden.

Hierzu bringen wir folgenden Vorschlag als Diskussionsgrundlage ein:

Wir plädieren dafür, dass die laufende Saison bei einer Einstellung des Spielbetriebes dennoch im Hinblick auf den Aufstieg gewertet wird.

Wir vertreten auch die Auffassung, dass es diese Saison keine Absteiger aus der 3. Liga geben sollte. Im Sinne einer solidarischen Lösung befürworten wir aber auch hier die Aufstockung der Liga um die derzeitigen Tabellenersten der Regionalligen. Dies führt zwar zu mehr Mannschaften in der nächsten Saison, bildet aber einen fairen Kompromiss ab und ermöglicht eine teilweise wirtschaftliche und mediale Kompensation in der Folgesaison.

Unsere Beurteilung zu Geisterspielen in der laufenden Saison kann aber nicht bedeuten, dass wir sie aufgrund der Entwicklung der Pandemie für die kommende Spielzeit vollständig ausschließen können und wollen. Auch wir gehen davon aus, dass wir schlimmstenfalls bis zum 31.12.2020 nur ohne oder mit eingeschränkten Zuschauerzahlen spielen können.

Aber in diesem Fall finden diese Partien unter anderen Prämissen statt. Wir können bis dahin alle Voraussetzungen im organisatorischen Bereich in einem hoffentlich gelockerten gesundheitlichen Umfeld planen und vorbereiten. Es würde keine Sonderrolle für die 3. Liga mehr eingefordert und eine strukturierte Vorbereitung auf die neue Saison wäre möglich. Anders als in der laufenden Spielzeit, in der die Personalkosten und Budgets unveränderbar sind, haben alle Vereine zur neuen Saison die Möglichkeit, ihre Etats an die neue Situation anzupassen.

Der Saisonstart sollte so weit wie möglich nach hinten verschoben werden, um die Phase der eventuell notwendigen Geisterspiele so kurz wie möglich zu halten und gleichzeitig das Infektionsrisiko für die Spieler, Trainer und Betreuer zu senken.

Wir wissen, dass die Entscheidung für eine notwendige Einstellung des Spielbetriebs für die 3. Liga nicht leicht fällt. Wir sehen diese nach sorgfältiger Abwägung aller Fakten und Einschätzungen jedoch als den sinnvollsten Weg für die Gesellschaft, zum Schutz unserer Mitarbeiter und zum Erhalt der Vereine und der 3. Liga an.


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Neuigkeiten aus Jena zum Coronavirus für Dienstag, den 28. April 2020

(red + Content der Stadt Jena) – Für das Stadtgebiet von Jena gibt es am heutigen Tag nach wie vor 158 Fälle nachgewiesener Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 (Stand: 27.04.2020, 19:00 Uhr) – Zwei Personen sind in stationärer Behandlung, eine davon auf der Intensivstation, es gab bisher drei Todesfälle, 144 Personen gelten als genesen; damit verbleiben 11 aktive Fälle.. Thüringenweit waren es am gestrigen Abend laut Angaben des Robert-Koch-Instituts bzw. der Johns-Hopkins-Universität rund 2.150 COVID-19-Erkrankungen, bundesweit etwa 158.200.


Zur Pflicht, Mund und Nase zu bedecken

Die Stadt Jena erinnert nochmals daran, dass in unserer Stadt die Pflicht gilt, Mund und Nase zu bedecken und zwar:

– im ÖPNV, in Läden und Einkaufsmärkten

– bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Dienstleistungen

– beim Betreten überdachter Verkehrsflächen von Einkaufszentren (z. B.: Goethe Galerie, Neue Mitte, Burgaupark) sowie

– auf den Wochenmärkten.


Allgemeinverfügung in leichter Sprache

Ab sofort ist die aktuelle Allgemeinverfügung der Stadt Jena vom 24.04.2020 in leichter Sprache verfügbar. Die Ergänzung zu den aktuellen Anordnungen steht unter Coronavirus zur Verfügung.

 


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UKJ-Serie zum Leben mit der Pandemie (3): Physiotherapie in Zeiten von Corona

Momentan ist das Institut für Physiotherapie verstärkt telefonisch für Patienten in einer ambulanten Trainingstherapie da. - Foto UKJ Schroll

Momentan ist das Institut für Physiotherapie verstärkt telefonisch für Patienten in einer ambulanten Trainingstherapie da. – Foto: UKJ Schroll

(ukj/ac) – Auch das Institut für Physiotherapie am Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat auf die Corona-Pandemie reagiert. „Unser ambulantes Angebot haben wir sehr stark reduziert, um Krankheitsübertragungen zu vermeiden“, sagt Prof. Dr. Ulrich Smolenski, Direktor des Instituts für Physiotherapie am UKJ.

Deshalb betreuen die Jenaer Experten Patienten in einer ambulanten Trainingstherapie nun via Telefon, fragen nach Fortschritten bei bisherigen Übungen und weisen auf neue hin – damit die Therapie ohne Pause weitergeführt werden kann. Auch Patienten beispielsweise mit chronischen Gelenkbeschwerden, Postpoliosyndrom oder Morbus Bechterew, die bereits am Institut in Behandlung sind, können die Telefonsprechstunden nutzen, um neue Therapien zu besprechen oder bisherige zu verlängern. Die Mitarbeiter des Instituts sind für Betroffene unter der Telefonnummer 03641 9325 278 Weiterlesen