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Fehler im Bordcomputer behoben: Nach wochenlangem Stillstand bewegt sich der Mars-Rover Curiosity wieder

DAs jüngste Foto, das Curiosity auf dem Mars aufgenommen hat, stammt vom und zeigt, wie er weiter den Zentralberg des Gale-Kraters erklimmt. -

Das jüngste Foto, das Curiosity auf dem Mars aufgenommen hat, stammt von Mitte Fabruar 2020 und zeigt, wie er weiter den Zentralberg des Gale-Kraters erklimmt. – Image: NASA/JPL-Caltech

(Bernhard Doepfer) – Ein erneuter Softwarefehler ließ den Curiosity Rover der NASA wochenlang regungslos auf den roten Planeten verharren und zwang die Wissenschaftler dazu, zuerst den Grund für den Stillstand zu finden und anschied eine optimale Lösung zu finden, damit der Roboter seine Erforschung des Mars fortsetzen konnte. Seit Mitt 2012 ist der milliardenschwere Rover mit seinen sechs Rädern auf dem erdnahen Planeten im Einsatz und führt mit Hilfe seines Labors eine Reihe von Tests durch, die er mithilfe seiner Werkzeuge wie Bohrer und Roboterarm vorbereitet.

Im Grunde war es eine Kleinigkeit, die den abrupten Stopp verursachte: damit sie nicht unabsichtlch beschädigt werden, schaltet sie Curiosity vosorglich ab, wen widersprüchliche Daten ihrer Bewegungen eingehen. So auch dieses Mal, dachte man, doch erst Ende Januar 2020 fand die NASA die Ursache für das Problem: der Rover „vergaß“ diese Stopp-Routine und aufgrund widersprüchlicher eingehender Daten löste die NASA selbst den Sicherheitsmodus aus, bei dem der Rover jede Bewegung vollständig einstellt.

Falschfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. -

Falschfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. – Image: NASA/JPL-Caltech

Laut Dawn Sumner, einer Planetengeologin an der University of California und zugleich eine der am Curiosity-Projekt beteiligten Personen, ist das größte Problem, dass, sobald die Daten eingehen – die Funkwellen, die die Informationen zur Bodenstation senden, brauchen für die Strecke vom Mars zur Erde etwa 14 Minuten – die zu analysierende Situation bereits eine weitere knappe Viertelstunde angedauert hat. Geht der Befehl von der Erde an den Mars-Rover zum sofortigen Stopp aller Aufgaben, dauert es noch einmal 14 Minuten bis es innehält.

Auch nach dem Stopp schickte Curiosity weiterhin Informationen zur Erde zurück, nur bewegte er sich nicht mehr. „Die Ingenieure des Teams mussten dann erst einmal einen Plan erstellen, um gherauszufinden, weshalb der Rover nicht bereits aufgrund seines eigenen Bordprogramms innegehalten hat. Wir musste erfahren, was passiert war“, sagte Sumner. „Noch immer kent man nicht den genauen Grund, konnte aber das nicht mehr vollständig vorhandene Programm komplett wiederaufspielen“, sagte sie. „Trotzdem möchten wir natürlich wissen, ob wir etwas tun können, um ein ähnliches Problem in Zukunft zu verhindern.“

Echtfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. -

Echtfarben-Nahaufnahme der Marsoberfläche vom Februar 2020. – Image: NASA/JPL-Caltech

Durch die neuaufspieleung der Software konnte das Problem behoben werden. Der Atmosphärenforscher Scott Guzewich vom Goddard Space Flight Center der NASA bestätigte letzet Woche, dass das Update wie geplant verlief und der Rover seine Aktivitäten wieder aufnehmen konnte. Für die Zukunft bestehe die berechtigte Hoffnung, dass sich der Rover im Fall der Fälle stets automatisch abschalten werde, anstatt dass man von der Ferne eingreifen müsse.


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„2700 Jahre altes Heiligtum“: Monumentalbau im äthiopischen Hochland entdeckt – Erforschung erfolgt u.a. durch Jenaer Epigrafiker

Das moderne Klosterareal in Yeha mit dem antiken Großen Tempel. - Foto Deutsches Archäologisches Institut

Das moderne Klosterareal in Yeha mit dem antiken Großen Tempel (rechts). – Foto: Deutsches Archäologisches Institut

(Nicole Kehrer / DAI) – Bei jüngsten Ausgrabungen im heutigen Kirchengelände des Fundplatzes Yeha im äthiopischen Hochland wurden die Reste eines weiteren 2700 Jahre alten Heiligtums freigelegt. Das religiöse Zentrum dieses Ortes lag bereits in der Antike auf einer zentralen Erhebung und zeugt von der Jahrtausende alten Kultkontinuität.

Der Fundort Yeha liegt im nördlichen Hochland Äthiopiens in der Provinz Tigray und bildete in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. das politische und religiöse Zentrum einer der bedeutendsten komplexen Gesellschaften südlich der Sahelzone. Die Entstehung dieser Kultur hängt unmittelbar mit der Migration sabäischer Bevölkerungsgruppen aus dem heutigen Jemen zum nördlichen Horn von Afrika zusammen. Ein äthiopisch‐deutsches Kooperationsprojekt, an dem auch der Jenaer Epigrafiker Prof. Dr. Norbert Nebes beteiligt ist, untersucht die kulturellen Kontakte zwischen den eingewanderten Sabäern und der ansässigen Bevölkerung. Im Vordergrund steht die Erforschung des Prozesses der Interaktion dieser beiden Kulturen. So fallen neben indigenen Merkmalen insbesondere die südarabischen Einflüsse auf, die sich in der Kunst, der Repräsentationsarchitektur aber auch in Schrift, Sprache, Religion und der gesellschaftlicher Organisation widerspiegeln.

Blick in die Grabung vom November 2019. - Foto Irmgard Wagner

Blick in die Grabung vom November 2019. – Foto: Irmgard Wagner

Die monumentalen öffentlichen Bauwerke konzentrieren sich in der unbefestigten Siedlung Yeha auf das heutige Kirchengelände und seine unmittelbare Umgebung. Neben dem „Großen Tempel“, einem in den letzten Jahren erforschten und restaurierten Heiligtum des höchsten sabäischen Gottes Almaqah, zählen zu diesen Monumentalbauten weiterhin ein etwa 60 m x 60 m großer mehrgeschossiger Palast sowie mehrere bisher nur in Ansätzen untersuchte Repräsentationsbauten. Mit den jüngsten Ausgrabungen kann nun ein weiterer Tempel mit 1,40 m starken Außenmauern sowie einer Pfeilerhalle im Inneren des Gebäudes rekonstruiert werden, auch wenn bislang nur wenige Reste freigelegt wurden. Typisch für eine südarabische Bauweise sind die gestufte Anordnung der Quaderlagen der Außenmauer sowie der mörtel‐ und dübellose Versatz der Steine. Identisch mit der südarabischen Steinmetztechnik ist zudem die Gestaltung der Quadersichtflächen mit geglättetem Rand und aufgerauter Mittelfläche.

Anhand dieser Details lässt sich das Gebäude in das 7. Jahrhundert v. Chr. datierten und entstand damit etwa zeitgleich mit dem Großen Tempel. Pfeilerhallen, die die mehrschiffigen Innenräume der Tempel gliedern, sind für südarabische Sakralbauten im heutigen Jemen bekannt. Mit den sabäischen Einwanderern fand dieser Bautyp Eingang in die architektonische Gestaltung der Heiligtümer von Yeha.

Mit dem neuen Sakralbau wird die herausragende religiöse Bedeutung unterstrichen, die der Fundplatz Yeha in der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr. in dieser Region besaß. Die Arbeiten in Yeha werden von der Orient‐Abteilung des DAI gemeinsam mit der Friedrich-Schiller‐Universität Jena durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Langfristvorhaben gefördert.


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„Stabilitätsmechanismus“: CDU hilft Ramelow, wieder MP zu werden und sorgt dafür, dass Rot-Rot-Grün zukünftig stets eine Mehrheit hat – Neuwahlen sind für April 2021 geplant

Thüringens MP Bodo Ramelow - Bildrechte Freistaat Thüringen

Thüringens Ex-MP Bodo Ramelow – Bildrechte: Freistaat Thüringen

(red) – Den Worten des abgewählten Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (LINKE) nach, haben seine Partei, die SPD, Bündnis’90/Grüne und die CDU gestern Abend endlich einen Ausweg aus der Thüringer Regierungskrise gefunden.

Die Parteien hätten sich darüber verständigt, ihn in zehn Tagen erneut zum Ministerpräsidenten zu wählen, sagte Ramelow gestern Abend vor der Presse. Sobald er am 4. März 2020 wieder in Amt und Würden sei, wolle er eine Minderheitsregierung bilden, die bis zu einer Neuwahl des Landtags den Freistaat regieren solle. Hierzu seien bei Abstimmungen die Stimmen von Rot-Rot-Grün sowie von Teilen der CDU notwendig, um Gesetze und Entscheidungen auf den Weg zu bringen. Hierauf habe man sich verständigt, erklärte der Politiker. Die Neuwahl des Parlaments solle am 25. April 2021 erfolgen.

Zudem hätte man sich mit der CDU auf eine Art „Stabilitätsmechanismus“, geeinigt, berichtete Bodo Ramelow. Zu diesem gehöre es, dass die AfD in keinem Fall zum Mehrheitsbeschaffer im Thüringer Landtag werden könne. Es sei gut, dass sich die CDU hier einsichtig gezeigt habe und in Zukunft stets Rot-Rot-Grün mit ihren Stimmen unterstützen werde, sagte er.


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Gestern startete in Burgau die 16. Ausgabe der Messe „JENA – Bauen – Wohnen – Energie“

Impressionen von der Messe „JENA – Bauen-Wohnen-Energie“. – Symbolfoto © MediaPool Jena

(MesseKonzept Thüringen) – Pünktlich vor Beginn der neuen Bausaison startete am gestrigen Freitag die traditionelle Messe „JENA – Bauen-Wohnen – Energie“. Zum insgesamt 16. Mal präsentiert die Messe alles rund ums Haus, in den bewährten Themenbereichen. Diese werden wieder ergänzt durch die Sonderschau „Wohn(T)räume“, die trendige Gestaltungs- und Einrichtungsideen vermittelt. Wie im letzten Jahr wird auch 2020 auf ca. 500 m² das Thema GRILLEN & BBQ mit einem umfassenden, repräsentativen Angebot aller marktbestimmenden und qualitativ hochwertigen Marken und Herstellern präsentiert. Die Messe „JENA 2020 – Bauen-Wohnen-Energie“ endet am Sonntagnachmittag.

Die Messe JENA hat sich seit Jahren als Thüringens größte themenorientierte Leistungsschau des Bauhandwerks weit über Thüringen hinaus einen Namen gemacht. Rund 300 Aussteller, vorwiegend aus Thüringen, aber auch aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfahlen, Schleswig-Holstein und auch internationale Aussteller z.B. aus Österreich präsentieren auf der Jenaer Messe eine umfassende Produktvielfalt und geben wichtige Impulse für das Bauen in der ostthüringischen Region.

Zum Angebotsspektrum der Messe gehören neben den Themen Hausbau- und Umbau, Haustechnik, energieeffizientes Heizen, Nutzung regenerativer Energien und deren Fördermöglichkeiten auch Neues aus den Bereichen Wohnen, Küche und Bad. Die Ausstellungsangebote umschließen die Themen zukunftsorientiertes Bauen, Sanieren, behagliches und gesundes Wohnen, Nutzung und Speicherung regenerativer Energien, schonender Umgang mit Ressourcen sowie in diese Themen hineinreichende Möglichkeiten zum Geld sparen und anlegen. Innovative Techniken werden z.B. in den Bereichen Energieerzeugung, -Nutzung und -Speicherung vorgestellt.

Stark nachgefragte Thema wie Smart-Home in den Bereichen Gebäudeautomatisierung, Gebäudesteuerung, Einbruchschutz und Gebäudesicherung sind ebenso vertreten wie das Bauherrenforum mit faktenorientierten Vorträgen vor allem zu den Themen Einbruchschutz, Stromspeicher, Energiesparen, Baubegleitung, Finanzierung und Kleinkläranlagen. Hinzu kommt ein unterhaltsames und attraktives Rahmenprogramm. Zahlreiche Kochshows, Grillvorführungen und Attraktionen für Jung und Alt rundet das Begleitprogramm der Messe ab.

Mehr Informationen findet man HIER.


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Soeben erschienen: „Der Wahrheit die Ehre“, das neue Album von Heinz Rudolf Kunze

HRK - Der Wahrheit die Ehre

(Tobi Reiter) – „Der Wahrheit die Ehre“ heißt das neue Album von Heinz Rudolf Kunze aka HRK und darin gibt es diese Zeilen: „Die Zeit ist reif für ein riesiges Erwachen und ein Silberstreif soll den Menschen Hoffnung machen. Lasst euch nie mehr mit Gespenstern ein, es muss anders sein. Die Zufriedenheit, die man daraus zieht, dass man keine Ruhe gibt, ist ein hohes Gut. Denn gesunde Wut, die bergauf den Felsblock schiebt, die ist was wert, weil nur das uns gehört, was man liebt.“

Ob es stimmt, dass er in diesem Song, so wie es Kunzes Werbeabteilung schreibt, lyrisch die jüngste politische Entwicklung abmahnt, darf getrost bezweifelt werden, denn aufgenommen wurde er bereits im Herbst 2019. Doch ist „Die Zeit ist reif“ schaurig schöner Poprock in bester Kunze Manier, komponiert und eingespielt von HRKs langjährigem Co-Autor, dem Gitarristen Heiner Lürig („Dein ist mein ganzes Herz“, „Leg nicht auf“, „Aller Herren Länder“), der auch noch ein weiteres Lied zum aktuellen Longplayer beigesteuert hat.

Im Vorgängeralbum ging es Kunze ums „Schicksal“, jetzt hat er es mit der „Wahrheit“. Der in die Jahre gekommene Rockpoet nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund und versucht sich an den großen Themen unserer Zeit, die uns tagtäglich in den Nachrichten überfluten. Jedoch ist 2020 so gut wie keine Zeit mehr für einen musikalischen Zeitgeist aus 80er-Jahre Deutschrock mit Texten, die sich entweder um die Liebe drehen, die Lage der Nation philosophisch analysieren oder Hetze gegen Andersdenkende oder Migranten anprangern.

Keine Frage: die alten Fans von Heinz Rudolf Kunze, die ihm seit inzwischen rund vier Jahrzehnten folgen, werden das Album hören. Daran, dass sie bereits seit Urzeiten stets mit Vernunft durchs Leben gehen, ändert „Der Wahrheit die Ehre“ nichts. Und es ist erwartbar, dass es nichts daran verbessert oder verschlechtert, an das letzte bisschen Anstand zu glauben. Wenn ein Herbert Grönemeyer mahnt, ist ihm aufgrund seiner immensen Fanbase und ausverkauften Arenakonzerten – zumindest eine Zeit lang – Aufmerksamkeit gewiss. Macht es HRK, dann bewegt er sich schon seit Jahren unter dem Radar der Radioaufmerksamkeit, was sicherlich auch kleinen Sschlager-Sünden wie „Hallo Himmel“ oder „Hunderttausend Rosen“ geschuldet ist, mit dem er es vor einem Jahrzehnt zwar zu Carmen Nebel ins ZDF schaffte, aber kaum ins Herz des Zeitgeists. Und seine Ultra-Fans fanden es auch nicht schön.

Heinz Rudolf Kunze und Rainer Sauer 2005 - Foto © MediaPool Jena

Heinz Rudolf Kunze und Radio Jena-Chef Rainer Sauer 2005 – Foto © MediaPool Jena

Jetzt hopst er wieder mal ins andere Extrem, denn sein neues Album enthält teils leichte, teils schwere Kost, ist ebenso unterhaltsam für Intellektuelle, wie es für den Durchschnittshörer anstrengend zu ertragen ist. Wäre da nicht „Die Zeit ist reif“, der Kunze/Lürig-Ohrwurm mit einem Hitpotenzialansatz wie lange nichts im HRK-Universum. Gewohnt unbescheiden sieht es der Rockpoet selbst: Der Song sei für ihn das „Über sieben Brücken“ des nächsten Jahrzehnts, sagt Kunze, vergisst dabei jedoch, dass man Erfolg geschickt vorbereiten und gezielt vermarkten muss. Nachdem er zu Anfang der Karriere mehrere Fünf-Jahres-Verträge mit den großen Plattenfirmen der Nation hatte, geschätzt mehr als vier Millionen Alben verkaufte, war er zuletzt Partner eher kleinerer Labels und ist nun (warum auch immer) bei der Eigenmarke seines Managements, der Konzertagentur MAWI von Matthias Winkler, unter Vertrag.

Man kommt sich im Verlauf des neuen Albums vor, als ob Kunze unsere Aufmerksamkeit förmlich mit jedem Song neu einfordert. Das strengt an und ist nicht ganz so unterhaltend wie früher, als das Durchhören neue Kunze-Platten noch so richtig Spaß machte. Ab April geht der alternde Rockpoet – mal wieder – auf eine Tour und dort wird womöglich mancher seiner treuen Fans vor allem den alten Werken zujubeln: „Finen Sie Mabel“, „Mit Leib und Seele“ und natürlich „Dein ist mein ganzes Herz“. Wie ja auch der geneigte HRK-Fan die Möglichkeit hat, vor allem dessen alte Platten anzuhören, wenn er sich wohlfühlen möchte. Verkauft sein neues Werk zwar nicht besser, aber das neue Label gehört ja seinem Knzertveranstalter. Ein Schelm, wer dabei böses denkt…


Heinz Rudolf Kunze „Der Wahrheit die Ehre“ kann man sich am Sonntag ab 22:00 Uhr im Programm von Radio Jena in voller Länge anhören. Daran schließt sich der erste Teil unserer Mini-Serie „KULT – Kunze und Lürig Tonkunst“ aus dem Jahre 2001 an. Die Tourtermine bis Dezember 2020 findet man HIER.


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„Von Cyber-Angst und China-Kompetenz“: Expertenkommission unter Vorsitz des Jenaer Wissenschaftlers Uwe Cantner legte ihr Jahresgutachten der Bundeskanzlerin vor

Die Bundeskanzlerin mit dem EFI-Gutachten. Links neben ihr ist EFI-Vorsitzender Uwe Cantner. - Foto David Ausserhofer

Die Bundeskanzlerin mit dem EFI-Gutachten. Links neben ihr: EFI-Vorsitzender Uwe Cantner. – Foto: David Ausserhofer

(Axel Burchardt / Helge Dauchert) – Das aktuelle Jahresgutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) ist heute Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin übergeben worden. Es widmet sich den Themen Cybersicherheit, China-Kompetenz und den Innovationsleistungen Ostdeutschlands. Kurzgefasst kommt die Kommission, deren Vorsitz Prof. Dr. Uwe Cantner von der Universität Jena innehat, zu folgenden Ergebnissen:

Die Gefahr durch Cyberangriffe wächst. Die Cyberbedrohung schwächt die Innovations­aktivität von Unternehmen. Der sehr hohe Bedarf an Cybersicherheitsfachleuten ist zurzeit nicht zu decken. Deutschland steht bei Innovationen in der Cybersicherheit deutlich hinter internationalen Wettbewerbern.

Deutschland braucht mehr China-Kompetenz, fordert EFI. Der Bestand der deutschen Direktinvestitionen in China ist elfmal so hoch wie der der chinesischen in Deutsch­land. Noch immer gelten Beschränkungen für deutsche Direktinvestitionen in China. Die Wissenschaftskooperationen mit China stellen für deutsche Forschende eine Herausforderung dar. Eine China-Kompetenzstelle für Wissenschaft und Forschung ist notwendig, so das Jahresgutachten.

Ost- und westdeutsche Unternehmen sind weitgehend auf Augenhöhe, so die Exper­tenkommission. Sie begrüßt die Abkehr von einer besonderen F&I-Förderung ost­deutscher Unternehmen. Der Anteil innovationsaktiver Unternehmen sollte erhöht und Unternehmen sollten bei der Markteinführung von Innovationen unterstützt werden. Es müssen verstärkt Anreize für überregionale und internationale Kooperationen gesetzt werden.

Ausführliche Informationen zu den drei Themenpaketen findet man HIER!


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Doppelte Premiere: Seit gestern gibt es Elektrobusse im Jenaer Nahverkehr

Der erste eCitaro Evo-Bus ist auf dem Betriebshof eingetroffen. - Foto © Jenaer Nahverkehr Katrin Franke

Ein eCitaro Evo-Bus auf dem JeNah-Betriebshof. – Foto © Jenaer Nahverkehr Katrin Franke

(red + Content von JeNah) – In Thüringen fahren seit gestern in nunmehr zwei Städten Elektrobusse im Linienbetrieb. Nach Bad Langensalza ist seit Donnerstag auch in unserer Stadt der erste Elektro-Bus unterwegs, zwei weitere folgten im Laufe des Tages: es sind alles 250 kW starke eCitaro Evo-Busse von Mercedes. Jeder der drei Busse kostet etwa 690.000 Euro, wie es hieß.

In den Genuss der Elektrobusse kommen Fahrgäste der Linie 15 vom Westbahnhof durchs Stadtzentrum über den Saalbahnhof weiter ins Rautal und wieder zurück. Der Jenaer Nahverkehrsgesellschaft JeNah zufolge sollen die drei E-Busse mit den lfd. Nummern 201 bis 203 den regulären Betrieb der Linie gewährleisten.

Die Geschäftsführer der Stadtwerke Jena Gruppe und des Jenaer Nahverkehrs waren mit den neuen E-Bussen auf Jungfernfahrt. - Foto Stadtwerke

Die Stadtwerke-Geschäftsführer und die des Jenaer Nahverkehrs vor der Jungfernfahrt der neuen E-Busse. (v.l.n.r.) Thomas Zaremba, Andreas Möller, Steffen Gundermann, Thomas Dirkes. – Foto: Stadtwerke Jena Gruppe

Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche sprach bei der Premiere davon, dass E-Bus-Vorteile wie weniger Lärm und null Abgase gerade in der Westbahnhofstraße oder der Schützenhofstraße für die Bevölkerung besonders wertvoll seien. Perspektivisch will das Nahverkehrsunternehmen seine gesamte Busflotte auf neue Antriebe umrüsten, wie JeNah-Geschäftsführer Andreas Möller berichtete.

Zudem seien zwei Schnellladestationen errichtet worden, wie Jörg Kallenbach als Referatsleiter für nachhaltige Mobilität im Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz berichtete. Das Thüringer Umweltministerium hatte das Projekt mit rund 2,2 Millionen Euro unterstützt. Wie es hieß sollen durch den Einsatz der drei Elektro-Busse jährlich rund 300 Tonnen CO2 eingespart werden – so viel wie 180 Diesel-Pkw an Schadstoffen erzeugt hätten.