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Zwei Vorträge im Stadtmuseum Jena: „Bauhaus-Architekten während der NS-Zeit“ und „Formen und Entwicklung der Porzellankunst um 1900“

(Stadtmuseum Jena) – Am heutigen Donnerstag, dem 23. Januar 2020, berichtet ab 18 Uhr Frank Döbert über spezifische Erkenntnisse zu Bauhaus-Architekten während der NS-Zeit. Obgleich Nationalsozialisten das „linke“ Bauhaus während der Weimarer Zeit angriffen, duldete das Regime die Ideen und die Ästhetik nach 1933 in bestimmten Bereichen.

Die SS griff sogar auf Bauhaus-Architekten zurück, als nach einem Barackentyp für die Konzentrationslager gesucht oder – wie in Buchenwald – die Kommandantenvilla zu entwerfen war. Die Biografien des zwangsverpflichteten Franz Ehrlich und des überzeugten Nationalsozialisten Fritz Ertl, beide Absolventen des Dessauer Bauhauses, werden exemplarisch vorgestellt.

Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 4 Euro.


 

Am Sonnabend, dem 25. Januar 2020, können dann Freunde des Jugendstils und des feinen Porzellans Ihre Kenntnisse vertiefen. Ab 15 Uhr gibt Frau Dr. Claudia Kanowski vom Kunstgewerbemuseum Berlin einen Überblick über Formen und Entwicklung der Porzellankunst um 1900. Nicht zuletzt Ferdinand Selles frühe Burgauer Produkte gehören zum künstlerischen Aufbruch nach der Jahrhundertwende.

Der Besuch des Vortrags mit anschließendem Ausstellungsrundgang kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro.


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JeNah Fahrgäste in Bus und Bahn: Leichter Anstieg in 2019 – Fahrzeuge sind ausgelastet

Zwei neue MAN-Busse im JeNah-Linienverkehr sind energieeffizienter und sicherer – Bildquelle JeNah

Zwei neue MAN-Busse im JeNah-Linienverkehr sind energieeffizienter und sicherer – Bildquelle: JeNah

(JeNah) – Im Jahr 2019 gab es bei Bus und Straßenbahn einen leichten Kundenzuwachs auf hohem Niveau. Die Fahrgastzahlen stiegen von 22,4 Millionen (2018) auf 22,6 Millionen. Das entspricht einem Anstieg von 0,89 Prozent. Der Zuwachs fällt beim Jenaer Nahverkehr damit deutlich geringer aus als in den letzten Jahren (4,11 Prozent in 2018).

Andreas Möller, Geschäftsführer des Jenaer Nahverkehrs sagt dazu: „Auch 2019 fuhren mit unseren Bussen und Bahnen wieder mehr Fahrgäste mit als im Vorjahr. Das ist ein positives Ergebnis. Es zeigt uns, dass die Maßnahmen, die wir innerhalb des letzten Nahverkehrsplanes gemeinsam mit der Stadt erarbeitet und umgesetzt haben, gut von den Fahrgästen angenommen werden. Allerdings mit Einschränkungen – in den Hauptverkehrszeiten, auf den Hauptlinien und vor allem bei schlechtem Wetter stoßen wir zunehmend an Grenzen. Die Fahrzeuge sind ausgelastet, Fahrgäste müssen warten oder kommen dicht gedrängt gerade noch mit.“ Abhilfe könne hier nur ein schneller Ausbau der Infrastruktur und eine Modernisierung der Flotte mit größeren Fahrzeugen schaffen.

Um dies zu realisieren, beauftragte der Aufsichtsrat der Stadtwerke Jena noch im Herbst 2019 den Nahverkehr mit der Ausschreibung zur Beschaffung einer neuen Straßenbahngeneration für die Saalestadt. „Unsere Straßenbahnen sind in die Jahre gekommen. Zum angedachten Zeitpunkt der Aussonderungen sind sie über 26 Jahre alt und mehr als zwei Millionen Kilometer gefahren“, sagt Möller. Wartung und Reparatur verursachen unübersehbare Kosten, technische Innovationen lassen sich nicht nachrüsten, Fahrzeugausfälle häufen sich.

Momentan läuft der europaweite Ausschreibungsprozess, so dass noch 2020 der Hersteller der neuen Jenaer Straßenbahn bekanntgegeben werden kann. Die Umsetzung der gesamten Maßnahme ist allerdings nur mit Fördermitteln möglich. Bereits im Herbst 2019 stellte das Land Thüringen Fördermittel für die Lieferlose 1 und 2 in Aussicht. Für das 3. Lieferlos ist die Fördermittelzusage noch offen.


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Stadtratsmehrheit setzt AfD-TOP von der Tagesordnung ab und später steht er doch wieder darauf

Sitzung des Jenaer Stadtrats am 22.01.2020. - Bildrechte Radio Jena

Sitzung des Jenaer Stadtrats am 22.01.2020. – Bildrechte: Radio Jena

(red) – Bei fünf Gegenstimmen der Partei Alternative für Deutschland und einer Enthaltung hat der Jenaer Statdtrat heute Abend mehrheitlich den TOP 24 „Gewalt darf kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein“ von der Tagesordnung genommen … nur um ihn Minuten später wieder aufzunehmen.

Der Posse war ein Geschäftsordnungsantrag des früheren Stadtjugendpfarrers und Stadtratsmitglied Lothar König vorausgegangen, der die Absetzung beantragte, da das, was im TOP stehen würde eine Selbstverständlichkeit für Jenaer Stadtrat sei und nicht extra diskutiert werden müsse. Doch Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche sah die Sache anders und berief kirzfristig den Hauptausschuss ein und dort beriet man sich mit dem Rechtsamtsleiter.

Danach war klar, dass eine Fraktion nach der Geschäftsordnung des Stadtrats zwar eigene Anträge von der Tagesordnung nehmen lassen kann, aber auf der Tagesordnung befindliche Punkte einer Fraktion nicht auf Antrag von Dritten wieder herunter genommen werden können, der Beschluss somit obsolet wurde.

Also fand dann später am Abend doch noch die Diskussion über den Tagesordnungspunkt  der AfD statt.


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Hinweise erbeten: Wo ist die 14-jährige Julie Chantal M.?

Wo ist Julie Chantal - Bildrechte LPI Jena

Wo ist Julie Chantal? – Bildrechte: LPI Jena

(LPI Jena Newsroom) – Die Polizei Jena sucht nach der 14-jährigen Julie Chantal M.. Sie verließ am Montag dieser Woche gegen 16:45 Uhr eine Jugendeinrichtung im Zentrum von Jena in unbekannte Richtung. Seither wird die 14-Jährige vermisst. Julie ist…

So sieht Julie Chantal aus - Bildrechte LPI Jena

So sieht Julie Chantal aus – Bildrechte: LPI Jena

– 1,65 m groß und von sehr schlanker Gestalt

– sie hat lange schwarze Haare

– trägt eine Brille mit schwarzen Gestell

– am Montag war sie dunkel bekleidet

Hinweise zu dem vermissten Mädchen nimmt die Polizei Jena unter der Rufnummer 03641-810 oder über den Notruf der Polizei entgegen.


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In Jena gilt ab sofort die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen

Wohnungen sind heiß begehrt in Jena. – Foto © Stadt Jena Jens Hauspurg

(Stadt Jena) – Die Stadt Jena wurde zum 01.01.2020 in die Thüringer Kappungsgrenzenverordnung aufgenommen. Dies bedeutet, dass sich die Nettomiete für Wohnraum innerhalb von drei Jahren statt bisher 20 % nur um maimal 15 % bis zum Erreichen der ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen darf. Ausgenommen davon sind Mieterhöhungen durch Modernisierungen und Instandsetzung.

Die Einhaltung der Kappungsgrenze unterliegt dem Privatrecht. Seitens der Stadtverwaltung gibt es keine Möglichkeiten der Einflussnahme bei Mieterhöhungen. Es kann daher nur der Mieter privatrechtlich gegen seinen Vermieter vorgehen, wenn aus Sicht des Mieters Anzeichen von überzogenen Mieterhöhungen bestehen und daher gegen die Einhaltung der Kappungsgrenze verstoßen wird.

Der Stadtrates Jena hatte am 17.10.2018 die Stadtverwaltung beauftragt, einen Antrag auf Aufnahme in die Kappungsgrenzenverordnung entsprechend § 558 Absatz 3 BGB beim Freistaat Thüringen zu stellen. Der Antrag wurde an das Land Thüringen gestellt, um der insgesamt angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt und des geringen Leerstandes an Wohnungen entgegen zu wirken. Die nun beschlossenen Verordnung gilt zunächst bis 31.12.2024.


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„STADTRAT LIVE“: Heute Abend gibt es wieder unsere Liveübertragung in Radio und Internet

Stadtrat Live Teaser 2020

(Radio Jena) – Seit über zwei Jahrzehnten kann man unsere Sendung STADTRAT LIVE in Jena und der Region über Antenne hören, findet sie im Kabelnetz Ostthüringen und auf dem Infokanal von ZONO Radio Jena im Internet. Um sie live anzuhören braucht man einfach nur ganz oben auf unserer Webseite die Funktion „UNSER ONLINE-RADIO“ anzuklicken.

STADTRAT LIVE beginnt heute um 17:00 Uhr und auf der Tagesordnung von insgesamt 34 Punkten gibt es u. a. die folgenden Themen:

– Haushaltswirtschaftliche Sperre für das Haushaltsjahr 2020

– Jenas Märkte und Feste plastikfrei: Unterstützung von Mehrwegsystemen und abbaubaren Materialien

– Bebauungsplan B-Lo 03 „Lobeda-Süd LS 2“ – Überarbeitung von Teilgebieten und Änderung des Geltungsbereiches

– Kindertagesstättenbedarfsplan

– Tarifanpassung bei den Jenaer Freibädern für 2020

Zu hören ist ZONO Radio Jena über Antenne von Camburg bis Orlamünde und Apolda bis Eisenberg auf der UKW-Frequenz 103,40 MHz sowie im Kabelnetz Ostthüringen auf 107,90 MHz. Durch die Sendung führt wie immer Rainer Sauer.

Hinweise: Die aktuelle Tagesordnung kann man sich HIER als PDF-Datei ansehen. Alle STADTRAT LIVE Sendungen gibt es kostenlos und werbefrei zum Nachhören exklusiv auf unserem Podcast bei Soundcloud, den man unter http://www.stadtratlive.de findet. Die letzte Stadtratssitzung aus dem ZONO Radio Jena Archiv findet man nachstehend.


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Die FCC-Mitgliederversammlung 2020 (2): Thüringens mitgliederstärkster Verein wählte am letzten Samstag einen neuen Aufsichtsrat

JENAhoch2 - FCC News Tafel

(FCC News) – 371 stimmberechtigte Vereinsmitglieder folgten am Samstagvormittag der Einladung ihres FC Carl Zeiss Jena zur jährlichen Hauptversammlung in der fast schon traditionellen Veranstaltungsstätte der Zeiss-Mensa an der Jenaer Fachhochschule, wo heute neben den Rechenschaftsberichten auch die Wahlen des Aufsichtsrates sowie Ehrenrates anstanden. Vor den Wahlen jedoch sah die Tagesordnung zunächst die Rechenschaftsberichte von Präsident, Schatzmeister, FCC-Geschäftsführer und des Aufsichtsratsvorsitzenden vor. [Teil 1 des Artikels siehe HIER]

Chris Förster berichtete, dass die Erträge von 4,3 Mio auf 5,4 Mio. EUR gesteigert werden konnten. Im Sponsoring, wo in der vergangenen Spielzeit knapp 2 Mio. EUR eingenommen werden konnten, ist zwar eine deutliche Steigerung zu verzeichnen (2016/17 – 1 Mio, 2017/18 – 1,5 Mio, 2018/19 – 2 Mio), aber es muss konstatiert werden, dass der FCC damit trotz der Steigerung ca. 1,5 Mio. EUR unter dem Ligadurchschnitt liegt. In etwa dieser Höhe – „zwischen einer und eineinhalb Millionen Euro“ – bewegt sich auch das strukturelle Defizit des FC Carl Zeiss Jena. Durch den Forderungsverzicht des Gesellschafters Staprix (Roland Duchatelet) gelang es dem FCC, dieses Defizit zu kompensieren, der somit im letzten Geschäftsjahr einen Gewinn von 111.000 EUR ausweist. Damit schließt die FC Carl Zeiss Jena Fußball Spielbetriebs GmbH das dritte Jahr in Folge mit einem Gewinn ab. Förster: „Insgesamt haben wir in den letzten drei Jahren mehr als 1 Mio. EUR Gewinn erwirtschaftet.“

Förster nutzte die Mitgliederversammlung, um nochmals den Stand der Verpflichtungen gegenüber Staprix darzulegen. So nahm der FCC Darlehen bei Roland Duchatelet in Höhe von insgesamt 5,9 Mio EUR auf. Zwischenzeitlich hat Roland Duchatelet auf Forderungen in Höhe von insgesamt 5,5 Mio. EUR verzichtet (gegen Besserungsschein). Somit hat die FC Carl Zeiss Jena Fußball Spielbetriebs GmbH gegenüber Staprix/Roland Duchatelet aktuell noch Verbindlichkeiten in Höhe von 379.000 EUR.

Der FCC-Geschäftsführer setzte die von ihm präsentierten Zahlen aus Jena in den Drittligakontext. Demnach stehen Personalkosten für die 1. Mannschaft von 2,9 Mio einem Ligaschnitt von 3,7 Mio. EUR gegenüber. Die Sponsoringeinnahmen liegen mit 1,9 Mio. EUR deutlich unter dem Ligadurchschnitt von 3,4 Mio. EUR. Die Geschäftsstelle der Spielbetriebs GmbH schlägt mit 421.000 EUR zu Buche und liegt damit nicht einmal bei der Hälfte des Ligaschnitts von 925.000 EUR. Im Ergebnis der präsentierten Zahlen sagte Chris Förster: „Wir haben kein Ausgabenproblem. Diese haben wir unter Kontrolle. Sicher können wir hier und da dennoch schauen, ob man etwas optimieren kann. Aber man muss deutlich sagen: Wir können nicht signifikant noch weniger ausgeben.“

Stattdessen muss das Thema Sponsoring, das absofort eigenverantwortlich beim FCC liegt, forciert werden. Förster: „Was uns dabei fehlt, ist noch eine zukunftsfähige Infrastruktur, und es fehlen uns Leuchttürme aus der Jenaer Wirtschaft.“ Eine für den FCC ebenfalls wichtige Einnahmequelle sind Transfererlöse. Gab es noch in der Saison 2017/18 eine Null bei diesem Posten, so konnte der FCC durch die Transfers von Florian Dietz, Timmy Thiele und einen Nachschlag bei Robin Krauße insgesamt 547.000 EUR erzielen. Die Erlöse aus TV-Vermarktung liegen bei 850.000 EUR.

Nach den Ausführungen des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Willi Obitz, der nicht wieder zur Wahl antrat, stand die Entlastung der Gremien an. Die Mitglieder entlasteten sowohl Präsidium als auch Aufsichtsrat mit überwältigender Mehrheit für die in der letzten Saison geleistete Arbeit.

In geheimer Wahl stellten sich dem neuen Kontrollgremium neun Kandidaten, von denen Prof. Dr. Mario Voigt, Rico Tietze und Tobias Knuschke bereits in der abgelaufenen Legislaturperiode dem Aufsichtsrat angehörten. Erstmals kandidierten Andreas Buttler, Christian Otto Grötsch, Ralf Hanemann, Petra Rottschalk, Michael Russ und Stefan Treitl. Alle Kandidaten erhielten in geheimer Wahl die erforderliche einfache Mehrheit und bilden nun den neuen Aufsichtsrat unseres FCC, der sich noch konstituieren wird, um dann in Sachen Vereinspräsidentschaft eine Entscheidung zu treffen. Auch der Ehrenrat des FCC wurde neu gewählt. Bei der Blockabstimmung über die vier Kandidaten wurden Mathias Barz, Ulrich Göhr, Dr. Horst Schlensog und Heinz-Uwe Stelzer bei nur einer Gegenstimme in das neue Ehrengremium gewählt.

Nach den Wahlen wurden die Anträge behandelt, bei denen es durch den Supporters Club des FCC noch eine weitere Einreichung gab. Dieser schlug vor, dass sich die Gremien des FC Carl Zeiss Jena für die Absetzung der Montagsspiele einsetzen sollen, was von der Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit (bei nur drei Gegenstimmen) unterstützt wurde.