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Das Universitätsklinikum Jena zur Situation in der Notaufnahme

Die Zentrale Notaufnahme am Universitätsklinikum Jena - Bildquelle UKJ

Die Zentrale Notaufnahme am Universitätsklinikum Jena (Symbolfoto). – Bildquelle: UKJ

(UKJ) – Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,

Sie haben möglicherweise in der Zeitung oder in den sozialen Medien von der Kritik an unserer Zentralen Notaufnahme gehört. Ein „Kollege“ hatte sich, angeblich im Namen der ZNA-Mitarbeiter, beschwert. Das hat er natürlich anonym gemacht.

Wir möchten Ihnen sagen: Bei uns sind Sie in der Notaufnahme sehr gut aufgehoben und werden selbstverständlich bestens versorgt! Bitte zögern Sie in Notfällen nicht, zu uns zu kommen beziehungsweise den Notruf zu wählen.

Und ja, es ist hier manchmal sehr voll – wie mittlerweile in allen Notaufnahmen in deutschen Kliniken – und wir haben alle Hände voll zu tun. Und ja, das Personal ist knapp und wir würden uns über mehr Fachkollegen freuen. Und wenn das Ärzte oder Pflegekräfte sehen: Bewerben Sie sich gerne!

Wir geben hier jeden Tag rund um die Uhr unser Bestes für unsere Patienten. Schließlich geht es in unserer Notaufnahme oft genug darum, Leben zu retten.

Ihre ZNA am Universitätsklinikum Jena


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Prozess um sexuelle Nötigung in einem besonders schweren Fall aus Jena-Nord

Wegweiser zu Gericht und Staatsanwaltschaft. – AdobeStockLicense#172477155

Wegweiser zu Gericht und Staatsanwaltschaft. – AdobeStockLicense#172477155

(NJK) – Am Landgericht Gera läuft derzeit ein Prozess wegen sexueller Nötigung in einem besonders schweren Fall, die sich in Jena-Nord zugetragen haben soll. Angeklagt ist ein derzeit 40 Jahre alter Mann, dem die Staatsanwaltschaft Gera vorwirft, am Samstag, den 10. August 2019, eine 42-jährige Frau sexuell bedrängt zu haben.

Laut Anklageschrift habe sich das Opfer an diesem Tag bei Bekannten, die sich im Urlaub befanden, um das Gießen der Blumen und das Füttern der Meerschweinchen gekümmert haben. Da das Ganze nur kurz dauern sollte, ließ die Frau die Tür des Einfamilienhauses auf einem ehemaligen Kasernengelände einen Spalt weit offen stehen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte dies um 11.05 Uhr genutzt habe, um in das Haus zu gelangen und die Geschädigte zu sexuellen Handlungen aufzufordern. Seine Begründungt: er sei krank und brauche „es“ jetzt. Als die 42-Jährige sich verweigerte, habe der Mann ein Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klinge gezückt und die Frau 20 Minuen lang zu sexuellen Handlungen genötigt.

Die Polizei hatte den Mann noch am Tattag aufgegriffen, wober der Angeklagte die Sachlage völlig anders schilderte. Seinem Bericht nach habe die Fau ihn ins Haus gezogen, um dort sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen. Zuvor sei er spazieren gegangen und von der Frau angesprochen worden. Diese hätte ihm von Probleme mit ihrem Ehemann berichtet und gesagt, dass sie sehr krank sei. Daraufhin sei er aber weitergegangen und habe das Haus betreten. Dass man seine Spuren im Haus fang hänge damit zusammen, dass „man“ ihm wohl eine Falle gabe stelen wollen.

Der Mann befindet sich derzeit in der forensischen Psychiatrie in Stadtroda und war auch zum Tatzeitpunkt bereits in psychiatrischer Behandlung, wobei er jedoch seine Medikamente selbst abgesetzt hatte. Nun muss u.a. eine forensische Psychiaterin begutachachten, ob der Mann zur Tatzeit schuldfähig war. Das Landgericht Gera hat insgesamt sieben Verhandlungstage für den Prozess angesetzt.


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Corona-Virus-Verdacht: Mann aus Jena wurde im Apoldaer Krankenhaus isoliert untergebracht

Corona Virus Symbolfoto - AdobeStockLicense319272485

Corona Virus Symbolfoto – AdobeStockLicense319272485

(red + OTZ Content) – Seit heute Morgen wird im Robert-Koch-Krankenhaus in Apolda ein Mann aus Jena behandelt. Dieser hatte sich nach einer China-Reise selbst im Krankenhaus gemeldet, da er der Meinung war, unter den Symptomen der Corona-Virus-Erkrankung zu leiden.

Der Mann wird derzeit im Apoldaer Klinikum isoliert betreut und zwar nach den Kriterien, die einem solchen Fall erforderlich seien, sagte Klinik-Geschäftsführer Uwe Koch gegenüber der Ostthüringer Zeitung. Wie er weiter berichtete, stehe das Ergebnis der Tests, die am heutigen Tag erfolgten, derzeit aus. Mit einem Ergebnis werde entweder noch am Abend oder am Freitagmorgen gerechnet.


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RWE-Sanierung gescheitert: Erfurter Traditionsclub stellt Spielbetrieb ein

Das RWE Logo in abgewandelter Form

(red + RWE-Content) – Wie der Thüringer Traditionsclub meldet, stellt Rot-Weiß Erfurt ab sofort den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost ein.

Entsprechend der Mitteilung des insolventen Vereins, seien die seit dem Wochenende laufenden Verhandlungen von Insolvenzverwalter Volker Reinhardt mit einem möglichen neuen Investor erfolglos geblieben. Damit stehe der Abstieg in die Oberliga fest, so RWE.

Das für kommenden Samstag gegen Energie Cottbus angesetzte Heimspiel fällt somit aus. Laut Reinhardt bestehe der Verein zwar weiter, müsse sich aber neu ausrichten. Viele Spieler von RWE hatten bis zuletzt gehofft, dass die nun Wirklichkeit gewordene Entwicklung nicht eintritt. Sie haben nun aber die Möglichkeit, unverzüglich zu einem anderen Verein zu wechseln.


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Ab sofort werden Vorschläge für den 19. Jenaer Preis für Zivilcourage gesucht

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche, Heiko Krabbes, Koordinatorin Nicole Schneider. - Foto Kristian Philler

v.l.n.r.: Oberbürgermeister Thomas Nitzsche, Heiko Krabbes, Koordinatorin Nicole Schneider. – Foto: Kristian Philler

(Stadt Jena) – Ab sofort sind die Menschen der Stadt aufgerufen, sich Gedanken zum Thema zu machen und Vorschläge zu Personen oder Gruppen einzureichen. Der „Jenaer Preis für Zivilcourage“ ist ab sofort zum 19. Mal ausgelobt. Mit diesem Preis werden in Jena jährlich Menschen geehrt, die zivilcouragiert gehandelt haben und von den Jenaerinnen und Jenaern vorgeschlagen wurden. Der Preis ist seit 2002 eine feste Konstante in Jena, aber es geht hierbei um mehr als eine Auszeichnung. Der Preis soll das Thema Zivilcourage immer wieder in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit rücken, zum Nachdenken animieren, aber auch anregen, das eigene Handeln zu reflektieren.

Zivilcourage, als Grundlage sozialer, menschenrechtsorientierter, offener Gesellschaften ist als gelebte Mitmenschlichkeit und Verantwortungsübernahme eine bedeutende Aufstehen und Widersprechen, Hingehen und sich einmischen, Öffentlichkeit herstellen und Hilfe zu organisieren verlangt Mut, weil nicht selten die eigene Haltung einem mehrheitlichen Tolerieren oder sogar Zustimmen zu einer diskriminierenden Situation gegenübersteht. Denn erwartete negative soziale Konsequenzen und Reaktionen für die eigene Person überlagern mitunter den Impuls, einzugreifen. Genau das macht Zivilcourage aus und ist von einer klassischen Erste-Hilfe–Leistung zu unterscheiden.

Aber nicht nur die Menschen der Stadt sind jedes Jahr aufgerufen, sich selbst Gedanken zum Thema zu machen und Vorschläge zu Personen einzureichen, die ihrer Meinung nach zivilcouragiert gehandelt haben, auch die Wirtschaft in Jena bezieht Position. So stiftet jedes Jahr ein anderes Unternehmen den Preis. Das mit 1.000 Euro dotierte Preisgeld für den 19. Jenaer Preis für Zivilcourage kommt diesmal vom Restaurant Stilbruch. „Zunehmende Verrohung und die Bereitschaft zu Gewalt und deren Ausübung als Argument in jeder Form der Auseinandersetzung sind katastrophal.“, so Heiko Krabbes, Geschäftsführer des Restaurants Stilbruch in Jena. „Ich halte es für enorm wichtig, Menschen zu würdigen, die Toleranz in sich tragen und den Mut zur zivilen Courage aufbringen.“

Gemeinsam rufen nun Heiko Krabbes, Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche und KoKont Jena alle Jenaerinnen und Jenaer auf, Vorschläge zu Personen oder Gruppen einzureichen, die für ihr Handeln im letzten Jahr ausgezeichnet werden sollen.

Dies ist per Anruf (03641/ 236606) oder Mail (buero@kokont-jena.de) an KoKont bis zum  27. März 2020 möglich. Weitere Informationen, Kriterien und Hilfsstellungen gibt es unter https://www.kokont-jena.de. Alle Vorschläge werden bei KoKont gesammelt, geprüft und an eine unabhängige Jury übergeben. Zusammengesetzt aus Vertreterinnen und Vertretern sozialer, wissenschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Bereiche der Stadt, entscheidet sie über die Vergabe des Preises.

Um die jährliche Auslobung des „Jenaer Preises für Zivilcourage“ hat sich ein Kreis von Unternehmen zusammengefunden, die alle bereits einmal das Preisgeld gestiftet haben und dem Anliegen des Preises auch weiterhin mit Förderungen treu bleiben. Die Godyo Enterprise Computing AG, die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH, die Sparkasse Jena-Saale-Holzland, die jenawohnen GmbH, die ASI GmbH, die ORISA Software GmbH, die Allianz Lohse OHG Jena sowie die Stadt Jena und die Hotel & Restaurant „Zur Noll“ GmbH haben den großen Stellenwert dieses Preises seit langem erkannt und beziehen durch ihre Unterstützung Position. KoKont Jena ist ständig bemüht, den Kreis der Förderer und „Stifterpaten“ zu erweitern, um die offizielle Anerkennung zivilcouragierten Handelns in Jena auf lange Sicht auf eine breite Basis zu stellen.

Der Preis wird auch dieses Jahr wieder gemeinsam mit dem Schüler*innen- und Jugendwettbewerb Charlotte-Figulla-Preis verliehen. Die feierliche Veranstaltung findet am  12. Juni 2020 im Jenaer Rathaus statt.


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Wirtschaftsrat Thüringen: Solide Haushaltspolitik nur mit fortgesetztem Personalabbau

Mihajlo Kolakovic im Gespräch mit Peter Davids, dem neu gewählten Vorstandsmitglied. - Foto Karsten Seifert

Mihajlo Kolakovic (li.) im Gespräch mit Peter Davids, dem neu gewählten Vorstandsmitglied. – Foto: Karsten Seifert

(Karsten Seifert) – Der Koalitionsvertrag der Rot-Rot-Grünen Minderheitskoalition ist verabschiedet. Aus Sicht der Wirtschaft darf die Chance auf die Fortsetzung des Bürokratieabbaus und der Verschlankung der Verwaltungsstrukturen nicht vertan werden.

„Die sofortige und kritiklose Wiederbesetzung freiwerdender Personalstellen darf nicht wieder Alltag werden. Personalabbau in der Verwaltung ist nicht nur mit Blick auf die Landesfinanzen dringlicher denn je! Mit der Abkehr davon zementieren wir Verwaltungsstrukturen und Haushaltsbelastungen statt unseren Haushalt für die Zukunft flexibel zu halten“, kritisiert Mihajlo Kolakovic, Landesvorsitzender Thüringen im Wirtschaftsrat Deutschland, die Pläne von R2G. „Einzig eine Aufgaben- und Strukturkritik sowie die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie führt zu effizienteren Verwaltungsabläufen und wäre der Beweis für Innovationsoffenheit sowie einen echten Willen zum Bürokratieabbau“, fordert er in Richtung Rot-Rot-Grün die Fortsetzung der seit mehr als 20 Jahren umgesetzten Personalabbaukonzepte.

Wie in der Wirtschaft sollten bei fehlendem Personal nach den Worten Kolakovic beispielsweise digitale Werkzeuge zum Einsatz kommen. Konkret hieße dies für Behörden, dass etwa interaktive Online-Portale Beantragungsverfahren erleichtern sowie beschleunigen und Informationspflichten übernehmen. So bliebe auch mehr Zeit für Bürgernähe in der persönlichen Kommunikation. Strategische Aufgaben wie öffentliche Sicherheit und Bildung dürften nicht vernachlässigt werden, was bedeute, dass insbesondere Polizei- und Lehrerstellen erhöht und auch besetzt werden.

Statistiken weisen für Thüringens öffentliche Hand mit etwa 60.000 Bediensteten deutschlandweit die zweithöchste Zahl pro Einwohner aus. Diese Angestelltendichte übertrifft nur noch das Saarland. Diesen unrühmlichen Podiumsplatz gelte es, schnellstmöglich abzugeben.

Hintergrund zum Landesverband Thüringen im Wirtschaftsrat Deutschland: In den vier Sektionen Ost-, Süd-, West- und Nordthüringen sowie den drei Stadtsektionen Erfurt, Jena-Saalfeld und Weimar des Thüringer Landesverbandes pflegen die Mitglieder den Dialog mit der Regional- und Landespolitik. Zudem agieren sechs Landesfachkommissionen in den Bereichen Internet und Digitale Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Wirtschaft und Innovation, Energiepolitik, Personal, Gesellschaft und Soziales sowie Steuern, Haushalt und Finanzen für den fachlichen Austausch mit der Politik.


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Der Jenaer Vereinspreis 2020 wurde in der Villa Rosenthal verliehen

Die Unterstützer der Idee eines Soziokulturellen Zentrums auf dem alten Schlachthofgelände – Foto © Andre Helbig

Die Unterstützer der Idee eines Soziokulturellen Zentrums auf dem alten Schlachthofgelände – Foto © Andre Helbig

(red) – Der FreiRaum Jena, der Sport- und Sozialclub Jena sowie der Förderverein Waldbad „Herzog Ernst“ sind die Sieger des diesjährigen Vereinspreises (wir berichteten). Am Montag wurde er in der Villa Rosenthal verliehen. Mit dabei waren u.a. Michael Stange und Christian Küffner (beide für die Züblin Direktion Mitte) und Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche.

Der Jenaer Vereinspreis ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert. Nachdem auf dem Online-Portal der Ostthüringer Zeitung bis Anfang des Jahres abgestimmt werden konnte und hierbei der Sport- und Sozialclub als Sieger bestimmt wurde, traf sich anschließend eine Jury um Jenas OB und vergab die zwei weiteren Preise. Zum Projekt Kulturschlachthof des federführenden Freiraum-Vereins gehören noch die Freie Bühne Jena und Crossroads Jena. Deren Herzensangelegenheit ist es, einen Teil des ehemaligen Jenaer Schlachthofs in ein Soziokulturelles Zentrum zu verwandeln (wir berichteten).


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Kranzniederlegung: Auch in Jena wurde den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht

Auch in Jena wurde den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. - Foto Stadt Jena Kristian Philler

Auch in Jena wurde den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht. – Foto: Stadt Jena Kristian Philler

(red + Content der Stadt Jena) – Es war eine Zeit, die – obwohl sie nur zwölf Jahre andauerte – zu den dunkelsten Kapiteln der Deutschen Geschichte zählt: Die Herrschaft der Nationalsozialisten von der Machtergreifung der NSDAP und ihren Führers Adolf Hitler 1933 über den Beginn des 2. Weltkriegs vor 80 Jahren bis zu dessen Ende 1945.

Kranzniederlegung für die Opferr der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. - Foto Stadt Jena Kristian Philler

Kranzniederlegung für die Opferr der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. – Foto: Stadt Jena Kristian Philler

Eine Zeit, in der Hunderttausende Deutsche durch Krieg, Luftangriffe und Hunger starben, zugleich Millionen Menschen jeglichen Alters – darunter Juden, Sinti und Roma, Behinderte – zu Opfern der nationalsozialistischer Gewaltherrschaft wurden. Letzteren wurde am Montag auch in Jena gedacht.

In den Rathausarkaden des Jenaer Rathauses fanden sich viele Menschen zu einer Schweigeminute und Kranzniederlegung für die Opfer der schwärzesten Zeit der deutschen Geschichte zusammen. Auch 700 Jenaer wurden Opfer des Rassenwahns. OB Thomas Nitzsche erinnerte auch an die Schuldfrage: Die Täter saßen auch im Rathaus, in der Stadtverwaltung und waren Jenaer Mitmenschen. Hier gilt es noch viel aufzuarbeiten. Es darf nicht vergessen werden!

 


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Unbekannte Täter setzen die leerstehende Schillerpassage unter Wasser: Zwischendecke teilweise eingebrochen!

Die Schillerpassage im Dezember 2019. - Bildquelle MediaPool Jena

(LPI Jena Newsroom) – Am Montagmorgen wurde bekannt, dass am Wochenende die Brandmeldeanlage der Schillerpassage in Jena angeschlagen hatte. Bei der Begehung des Objektes stellte sich heraus, dass Unbekannte zwar kein Feuer gelegt haben, aber die Löschschläuche im Gebäude aufgedreht wurden und somit das Objekt unter Wasser setzten.

Durch den erheblichen Wasserzulauf brach sogar ein Stück der Zwischendecke ein, sodass sich das Wasser im gesamten Gebäude verteilte. Die Höhe des angerichteten Schadens ist derzeit noch nicht bekannt. Die Polizei hat erste Spuren der Einbrecher gesichert und die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen.


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Intelligente Rinderhaltung: Die FSU Jena ist an einem Projekt zur Verbesserung der Gesundheit von Rindern beteiligt

Bundesministerin Julia Klöckner überreicht den Förderbescheid für CattleHub, u.a. an Harald Hoppe). - Foto Gaertner BMEL

Bundesministerin Julia Klöckner überreicht den Förderbescheid für CattleHub, u.a. an Harald Hoppe (3.v.r). Foto: Gaertner/BMEL

(Axel Burchardt) – Um die Digitalisierung in der Landwirtschaft voranzutreiben, fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium wissenschaftliche Experimentierfelder. Jetzt haben die Netzwerk-Projekte „CattleHub“ und „DigiVine“ von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, die Förderbescheide bekommen.

Das Experimentierfeld CattleHub, das von der Universität Bonn koordiniert wird, erhält in den kommenden drei Jahren 2,2 Millionen Euro Förderung. Beteiligt ist auch ein Team um Dr. Harald Hoppe von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Im Projekt sollen innovative Assistenzsysteme für die Rinderhaltung entwickelt werden. Mit Hilfe von Sensoren und Trackingsystemen soll eine bessere Überwachung der Tiergesundheit ermöglicht werden. Dazu werden die Vitaldaten – etwa Bewegung, Atemfrequenz oder Wiederkauaktivität – in Echtzeit an den Landwirt übermittelt und z. B. mit künstlicher Intelligenz analysiert.

Darüber hinaus werden auch effiziente Lösungen für die Energieversorgung solcher Trackingsysteme getestet und die Potenziale der Datenanalyse besser auf die Bedürfnisse der Bauern zugeschnitten. Hier ist das Jenaer Team unter anderem involviert. Sein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung und Optimierung der Energieversorgung im Rahmen von Positionsbestimmung, Sensorik und Funktechnik. Dabei werden gemeinsam mit Partnern zum einen die Energieverbräuche (möglichst online) erfasst, statistisch ausgewertet und nach Möglichkeiten zur Energieeinsparung gesucht. Außerdem werden die Jenaer Forscher nach Möglichkeiten suchen, „mehr regenerative Energiequellen zu verwenden, um zum Beispiel die Batterie-Laufzeiten von den Bauelementen zu erhöhen, beziehungsweise Batteriewechsel ganz und gar obsolet zu machen“, erläutert Hoppe.

Auch die Frage nach einer besseren Integration unterschiedlicher Informationen in ein gemeinsames Assistenzsystem steht im Fokus von CattleHub. Neben der Universität Bonn sind als Projektpartner beteiligt: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Dresden, Technische Universität Chemnitz, Johann Heinrich von Thünen-Institut, Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.